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Plossen-Petition geht nach Dresden

Nach der Bürgerinfo zur Umleitungsplanung für den Plossenbau, sehen sich einige Meißner missverstanden. Sie wenden sich jetzt per Petition an den Präsidenten des Sächsischen Landtages, Dr. Rößler.
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Es gebe wohl kaum einen Anwohner des Plossens, der die Notwendigkeit einer Sanierung nicht einsieht, doch die sehr aufwendige und mit enormen Kosten vorgestellte Planung ist so nicht vertretbar. »Weshalb will man aber einen so riesigen Aufwand betreiben, nur um Schwerlasttransporte durch die historische Stadt zu ermöglichen?«, steht als Eingangsfrage in der Petition und zieht sich durch den »Hilferuf« wie ein roter Faden. Vor 2002 durften größere LKW die betroffene Wilsdruffer Straße nicht befahren. Doch nach den Umbauarbeiten an der Eisenbahnunterführung konnten dann Fahrzeuge mit unbegrenzter Tonnage die S177 befahren und hatten in kurzer Zeit, besonders in der Kehre mit 14 Prozent Steigung, total ramponiert. Die Lösung scheint die Tonnagebegrenzung und damit Sperrung für die schweren Laster. Die Absenderin der Petition, Margit Wende, bemängelt, dass viele gute und wichtige Bürgervorschläge und -bedenken gar nicht beantwortet, gar beachtet wurden:

  • die Nutzung der B 101 als Umleitungsvorschlag
  • die Ortsumleitungsstraßen für Krögis sowie Meißen sind bereits vorhanden
  • Der Tunnel und der Brückenneubau wurden zur Entlastung der Meißner Innenstadt gebaut
  • Umweltschutz im Schlosspark Siebeneichen
  • Sinnlosigkeit eines Schwerlasttransporters durch die Innenstadt
Jede Stadt versucht Schwerlastverkehr aus der Stadt zu bekommen, in Meißen sehe das ihrer Meinung nach, anders aus. Auch die Gartenbesitzer auf dem Lerchaweg vom Kleingartenverein »Am Lerchahang« stellen sich gegen den Bau einer Umleitungsstraße durch ihre Gärten. Doch es mangelt ihnen nicht an Verbesserungsideen: »Bei dem Neubau der Straße durch Katzenberg hätte man, um die sehr enge Durchfahrt Soppen zu vermeiden, eine Umgehungsstraße mit Einbindung in die Bundesstraße B101 vor Krögis bauen können«, schlägt Wende vor. Auch sei eine jahrelange Vollsperrung mit der richtigen Technik von Spezialunternehmen aus den Alpen wohl kaum nötig. Sie sieht eine Variante mit einem Neubau einer Verkehrsverbindung zwischen Wilsdruffer Straße und Siebeneichener Straße (B6) mit Einbindung durch Kreisverkehr als kostengünstigste und Anwohner freundlichste Lösung. Sie (unterstützt von betroffenen Anwohnern) fordert jetzt: Die sofortige Begrenzung der Fahrzeuge bis zu einer Tonnage von 12,5 Tonnen für die Benutzung der Wilsdruffer Straße und eine Erklärung für die Notwendigkeit des Ausbaus der Straße mit unbegrenzter Tonnage, die durch eine belebte Innenstadt führen soll, statt einer Sanierung mit begrenzter Tonnage zuzustimmen. Sie erwartet eine schriftliche sowie wirtschaftlich begründete Antwort auf von Dr. Rösler. Unterschrieben ist der Brief von Margot Wende im Namen vieler Plossenanwohner.