Verena Farrar

Nie wieder Wasser im Tunnel?

Neues Hochwasserschutzkonzept soll die Durchfahrt sichern.
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Der Verkehrsknoten am Schottenbergtunnel soll künftig vor Hochwasser besser geschützt werden. Stadträte sprachen sich für ein detailliertes Hochwasserschutzkonzept für den Knotenpunkt Fischergasse/ B6/ B101 aus. Die klare Zustimmung von Seiten der Bauauschussmitglieder gab es für die Vorplanung der Arnold Consult AG zum Hochwasserschutzkonzept für den Knotenpunkt Fischergasse/B6/B101. Das Konzept, das nach einer Vereinbarung mit dem zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr LASuV erstellt wurde, soll nun als Grundlage für die weitere Abstimmung mit Behörden und Einsatzkräften bei der Erarbeitung konkreter Schutzmaßnahmen dienen. Während der Hochwasserereignisse 2002 und 2013 hatten die Überflutungen an Brücke und Tunnel den PKW- und Fußgängerverkehr großräumig zum Erliegen gebracht. Sanierungs- und Umbaumaßnahmen an Kanalnetz und Gewässer, mobile Schutzsysteme wie ein Pumpwerk und Deiche aber auch die Ertüchtigung des Dammbalkensystems an der Unterführung zur Hochuferstraße könnten künftige Hochwasser in Schach halten, vor allem aber die Auswirkungen auf die Infrastruktur mindern. Rund 760.000 Euro würde die Umsetzung aller Maßnahmen kosten, mindestens 354.000 Euro sollten in einer ersten Etappe investiert werden. Langfristig will man für einen Hochwasserquotienten HQ 100 gewappnet sein, das heißt für Hochwasser, die statistisch nur alle 100 Jahre auftreten. Wie diese Statistik täuschen kann, haben die vergangenen Jahre in Meißen gezeigt.   Interessant zu wissen... Der Schottenbergtunnel wurde von 13. Juli 2004 bis n 16. Mai 2007 (Freigabe des Tunnels für den öffentlichen Verkehr) gebaut. Die Baukosten betrugen 35 Millionen Euro. Der Tunnel ist mit einer Neigung von fünf Prozent Deutschlands steilster Tunnel. Der Gegenverkehrstunnel ist Bestandteil der neuen Bundesstraße 101 (Kilometer 170) und entlastet die Straßen in der Meißner Altstadt erheblich. Die ovale Hauptröhre, die den eigentlichen Verkehr aufnimmt, ist 718,80 Meter lang. Der Autoverkehr wird, aus Richtung Nossen kommend, nach dem Tunnel über die Elbtalbrücke geführt. Der unmittelbar daneben (25 m) befindliche kleinere Rettungstunnel ist 770 Meter lang. Dieser endet am Westportal an einem Rettungsplatz neben der B 101. (Wikipedia)