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Messpunkte der Geschichte retten

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Vor wenigen Wochen hat Restaurator Karl-Heinz Grebner die Markierungssäule des Messpunktes auf dem Heideberg in Riesa-Weida. Riesa. Direkt vor dem Ford-Autohaus Nicklisch in Riesa-Weida auf dem Heideberg steht die Messstation „Weida“. Der Grund, dass sie bisher kaum jemandem aufgefallen sein dürfte, lag am schlechtem Zustand des „Zeitzeugen“ aus dem Jahr 1866. Die Inschriften waren kaum noch lesbar und die Bedeutung des Messpunktes für die Landvermessung oder Gradmessung hat die Säule in Zeiten von Navi & Co. auch verloren. Dennoch setzt sich Restaurator Karl-Heinz Grebner für die Erhaltung dieses und vieler anderer solcher Messpunkte ein. Auf eigene Kosten saniert der Senior die Schrift und gibt dem historischen Messpunkt quasi seine Bestimmung zurück. In ganz Sachsen ist der Chemnitzer unterwegs, schleift, reinigt und malt die Schrift der historischen Säulen der königlich-sächsischen Triangulierung neu an, damit sie fast so schön aussehen, wie bei ihrer Einweihung. Entstanden ist die Säule im Rahmen der groß angelegten Vermessungskampagne des späten 19. Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang wurde ein Netz von Dreieckspunkten angelegt, mit deren Hilfe man die Landschaft geografisch für sichere Kartengrundlagen unter anderem für Bauprojekte und militärischer Maßnahmen darstellen konnte. Der Standort in Weida wurde mit Bedacht gewählt, weil dies der nördlichste und mit 165 Metern höchste Punkt des Weidaer Moränenrückens ist. Übrigens, auch die Säule in Glaubitz wurde von Karl-Heinz Grebner saniert. Farrar Restaurator Karl-Heinz Grebner restauriert den Messpunkt in Weida aus dem Jahr 1866. Foto: Nicklisch


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