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Meißen-App soll 2016 kommen

Meißen für´s Smartphone – die Idee ist in der Stadt nicht neu. Die Umsetzung zieht sich allerdings und ist höchstwahrscheinlich teurer als gedacht.
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Derzeit gibt es eine Meissen-App, die privat betrieben wird. Die Stadt will dieses Jahr ein professionelles Angebot schaffen. Foto: Schramm

Derzeit gibt es eine Meissen-App, die privat betrieben wird. Die Stadt will dieses Jahr ein professionelles Angebot schaffen. Foto: Schramm

Das Weinfest im Jahr 2012 machte mit einer kleinen Sensation von sich Reden. Damals stellten das Meißner Unternehmen „Muesli+“ zusammen mit der Stadt die Weinfest-App vor, die mit Unterstützung von Sponsoren und durch viel Eigeninitiative der Programmierer zustande gekommen war. Die Idee einer dauerhaften digitalen Informationsquelle für Smartphones, Tablets und Co. hatte jedenfalls ihren Reiz. Im Dezember 2014 gab der Stadtrat daher grünes Licht für das Projekt. 5.000 Euro wurden für die Entwicklung einer City-App dem Stadtmarketing bereitgestellt. Danach verschwand das Vorhaben in der Versenkung. Dieses Jahr geht´s los „Wir wollen dieses Jahr damit starten und holen uns derzeit Angebote dafür ein“, sagte Christian Friedel, der seit Juli 2015 für das Stadtmarketing zuständig ist. Einen ersten kleinen Dämpfer gab es allerdings schon, denn die Entwicklung des Programms, so Friedel, sei preisintensiver als gedacht. „Der Preis hängt in erster Linie vom Umfang der App ab. Schon allein beim Design ist man schnell bei 3.000 Euro“, sagt Mathias Arzberger (pdir / digital agentur), der den Nachfolger der Weinfest-App heute privat betreibt. Darüber hinaus sollte die Applikation auch auf allen gängigen Betriebssystemen funktionieren. Er schätzt die Gesamtkosten bei dem von der Stadt geplanten Umfang vorsichtig auf 10.000 bis 12.000 Euro. Generell könne man aber auf der bestehenden Meissen-App aufbauen, sagte er. Derzeit sind dort u.a. die Veranstaltungstermine 2016 ,Webcams und ältere Informationen zu finden. Im Jahr 2015 zählte die private Meissen-App 6.700 Besucher mit 23.330 Seitenansichten. Rund 1.500 Mal wurde die Software auf Android- und iOS-Geräten installiert. Die Besucher-Schwerpunkte lagen auf den Themen Veranstaltungen, Fahrplanänderungen, freie Hotspots, Stadtplan und Webcams.