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Mehr Geld fürs Orchester

Zwischen 200 bis 400 Euro mehr haben die Musiker und Mitarbeiter der Elbland Philharmonie Sachsen künftig in der Lohntüte. Der Landtag hat für die nächsten vier Jahre Geld freigegeben. Die Kommunen des Kulturraums unterstützen dies.
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Kulturministerin Eva-Maria Stange übergibt den Zuwendungsbescheid zur besseren Bezahlung an den Chefdirigenten der Elbland Philharmonie Sachsen, Ekkehard Klemm (l.). Landrat Arndt Steinbach und Oberbürgermeister Marco Müller  (r.) sichern den kommunalen Zuschuss zum Förderpaket ab.  Foto: Farrar

Kulturministerin Eva-Maria Stange übergibt den Zuwendungsbescheid zur besseren Bezahlung an den Chefdirigenten der Elbland Philharmonie Sachsen, Ekkehard Klemm (l.). Landrat Arndt Steinbach und Oberbürgermeister Marco Müller (r.) sichern den kommunalen Zuschuss zum Förderpaket ab. Foto: Farrar

In der vergangenen Woche ist Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange zur Elbland Philharmonie Sachsen nach Riesa gereist, um den Zuwendungsbescheid zur besseren Bezahlung der Beschäftigten persönlich an den Chefdirigenten Ekkehard Klemm zu übergeben.  Der Landtag hat als Haushaltgesetzgeber für die nächsten vier Jahre 40 Millionen Euro zusätzlich für die Kulturräume freigegeben. Davon sind 28 Millionen Euro (Sieben Millionen Euro pro Jahr) für die Anhebung der Gehälter der Tarifbeschäftigten an neun kommunalen Theatern und Orchestern sowie für die Erweiterung des Kulturangebotes dieser Einrichtungen vorgesehen. Zwölf Millionen Euro (drei Millionen Euro pro Jahr) kommen der Stärkung der anderen Kunstsparten in den Kulturräumen zugute. Für die Beschäftigten der Elbland Philharmonie Sachsen bedeutet dies eine Zuwendungserhöhung von fast 382000 Euro innerhalb der nächsten vier Jahre. »Ich bin sehr froh, dass wir als Freistaat Sachsen die Träger der kommunalen Theater und Orchester unterstützen können, ihre Beschäftigten besser zu entlohnen. Ich sehe diese Hilfe auch als Verantwortung und Ausdruck unserer Solidarität. Sie gewährleisten mit ihrer künstlerischen Arbeit, dass in der Fläche des Landes überall hochwertige kulturelle Angebote genutzt werden können. Das sorgt für eine hohe Lebensqualität und Zufriedenheit bei den Menschen jenseits der Großstädte. Ich danke insbesondere den kommunalen Trägern, die mit 30 Prozent an der Einkommenssteigerung beteiligt sind. Besonders froh bin ich, dass fünf der neun betroffenen Einrichtungen die Gehälter auf 100 Prozent des Flächentarifvertrages anheben konnten«, so Eva Maria Stange beim Besuch des Orchesters am Probenort auf der Kirchstraße in Riesa. Die Erhöhung mit Hilfe des Freistaates ist überhaupt erst möglich geworden, weil über das Kulturraumgesetz die Möglichkeit besteht, strukturelle Veränderungen der Orchester zu unterstützen. Denn der Freistaat darf keine Aufgaben der Träger übernehmen. Landrat Arndt Steinbach erinnert an die schwierige Zeit der vergangenen Umstruktierungen des Orchesters, welche die jetzige Elbland Philharmonie Sachsen als Ergebnis hatten. »Das Konzept ist aufgegangen. Nach Jahren des Verzichts konnte jetzt wieder auf 100 Prozent aufgestockt und das Orchester damals erhalten werden«, fügt er an. Auch Oberbürgermeister Marco Müller freut sich sehr, dass die Stimmung bei den Musikern und allen Orchestermitarbeitern weiter sehr gut ist. Vor allem die langfristige Förderung sei wichtig, so müsse man nicht jährlich um ein besseres Ergebnis kämpfen und kann sich auf andere Dinge konzentrieren. Künftig wird es vom Orchester weitere Angebote für Kinder und Jugendliche im Kulturraum geben. Die Elbland Philharmonie Sachsen will die Zahl der Kinderkonzerte und Schulveranstaltungen um 10 Prozent steigern und im Festjahr »900 Jahre Riesa« mit spannenden Konzerten begeistern.  Zahlen: Zuwendungshöhe pro Jahr (2019 bis 2022): 381 551, 86 Euro Tarifniveau bis Ende 2018: 90,49 Prozent Tarifniveau ab 2019: 100 Prozent Fünf der neun sächsischen Orchester schaffen mit der aktuellen Förderung den Sprung auf die 100 Prozent des Flächentarifvertrages.


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