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Laut - aber fast ungefährlich

Landkreis Meißen. Der Jahreswechsel im Landkreis Meißen war laut und müllreich, verlief aber ohne größere Personen- oder Sachschäden.

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Vielerorts ungehemmte Knallerei im Landkreis.

Vielerorts ungehemmte Knallerei im Landkreis.

Foto: Pixabay

Im Elblandklinikum des Landkreises gab es keine nennenswerten Besonderheiten bzw. Auffälligkeiten in der Notaufnahme im Vergleich zu den Vorjahren. Dass versichert Janine Rost, Leiterin der Unternehmenskommunikation Elblandkliniken Stiftung & Co KG. Es waren vor allem ältere Patienten mit internistisch-neurologischen Erkrankungen zu versorgen.

Die Polizeidirektion Dresden führte in der Silvesternacht verstärkte Einsatzmaßnahmen durch und wurde dabei von der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. So fanden zahlreiche Silvesterfeierlichkeiten auch im Landkreis Meißen statt. Infolge von Alkoholgenuss sowie dem unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik kam es zu Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Grundsätzlich verlief die Silvesternacht jedoch friedlich. Es gab vereinzelte Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen sowie Brände, die überwiegend durch unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik entstanden waren.

 

Riesa

Die Feuerwehr in Riesa hatte es in der Silvesternacht hauptsächlich mit Kleinbränden von Böllerresten zu tun, so zwei Mal an der Fr.-List-Straße, der Görlitzer Straße und der Goethestraße.

Der DRK Rettungsdienst gibt auch "Entwarnung": "In meinem Rettungsdienstbereich gab es keine besonderen Vorkommnisse", erklärt Reiko Pöschl, Geschäftsführer des Deutsches Rotes Kreuz, Rettungsdienst Riesaer Elbland gGmbH aus der Lehrrettungswache an der Külz Straße in Riesa. So waren in der Silvesternacht keine Notfälle in diesem Zusammenhang zu verzeichnen. Die Lage sei wohl im gesamten Landkreis übersichtlich und ruhig gewesen, was die notfallmedizinische Lage betraf, fügt er an.

 

Meißen

Während viele in der Silvesternacht ausgelassen feiern konnten, waren die Kameraden aus Meißen dennoch zu mehreren Einsätzen unterwegs: Los ging es mit einem Fehlalarm in Miltitz, gefolgt von einem Brandeinsatz an der Talstraße. Nach dem Anstoßen um Mitternacht ging es dann Schlag auf Schlag: Es musste sogar die ortsfeste Befehlsstelle kurzfristig in Betrieb genommen werden. Gegen 3 Uhr war der Einsatzmarathon nach elf geleisteten Einsätzen vorbei. Zum Glück handelte es sich bei allen Einsätzen nur um Kleinbrände, diese konnten zügig unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Zu Hilfe kamen auch die Nachbarfeuerwehren Niederau und Weinböhla, die bei den Einsätzen unterstützt haben. Dennoch wurde am Silvesterabend durch Unbekannte am Kynastweg einen Zigarettenautomat mit Pyrotechnik gesprengt. Der Automat wurde vollständig zerstört. Weitere Unbekannte (17, 18, 20) beschädigten in der Neujahresnacht die Brunnenabdeckung am Kändlerbrunnen an der Altstadtbrücke in Meißen. Das Trio öffnete gewaltsam den Winterschutz und zündete unter dem Brunnen eine Feuerwerksbatterie. Ob dadurch auch am Brunnen Schaden entstand, ist Gegenstand der Ermittlungen wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung. An der Abdeckung entstand Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro.

Sogar noch am 2. Januar haben zwei Männer (22, 27) mit Pyrotechnik hantiert und sich dabei schwer verletzt. Bisherigen Ermittlungen zufolge führten sie auf einem Parkplatz an der Siebeneichener Straße mit Pyrotechnik eine Explosion herbei. Die Männer erlitten schwere Verletzungen und kamen in ein Krankenhaus. Spezialisten des Landeskriminalamtes sicherten die Spuren vor Ort.

 

Großenhain

Auf dem Mühlweg am Park in Walda-Kleinthiemig brannte Unrat in der Silvesternacht. Zum Einsatz wurde die Ortsfeuerwehr Walda-Kleintiemig alarmiert. Die Ortsfeuerwehr Großenhain wurde zu einer Türöffnung für den Rettungsdienst auf die Martin-Scheumann-Straße in Großenhain alarmiert. Die Kameraden stiegen mit einer Steckleiter durch ein offenes Fenster in das Gebäude und öffneten die Tür von innen.

Besonders zu kämpfen hat nach den Feiern zum Jahreswechsel der Müllentsorger. Tonnenweise Böllerreste, Flaschen und Papier mussten eingesammelt werden. Die Städte erinnern jeden Hausbesitzer an seine Pflicht vor seinem eigenen Grundstück zu reinigen. Achtlos liegengelassene, abgebrannte Feuerwerksbatterien, Raketenstöcke und leere Flaschen sind eine Gefahr für Kinder, Fußgänger, Radfahrer, den motorisierten Straßenverkehr und Tiere. Die Stadtbauhöfe sind nicht für die Beseitigung des Mülls vor privaten Grundstücken zuständig, das ist Anliegerpflicht. Das werde entsprechend durch den Gemeindlichen Vollzugsdienst kontrolliert und geahndet.

 


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