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Hirnis sabotieren Eisdrift-Rennen

Alle hatten sich gefreut: Nach fünf Jahren Pause sollte am letzten Sonntag endlich wieder ein Eisdrift-Rennen im Waldbad Oberau stattfinden. Die Vereinsmitglieder vom MC Meißen hatten zuvor sogar noch Sonderschichten bis spät in die Nacht eingelegt, alles umsonst.
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Ronny Weis vom MC Meißen fehlen immer noch die Worte. „Wir können ja nun keinen See die ganze Zeit bewachen“, sagt er schließlich. Unbekannte hatten in der Nacht vom Freitag zum Samstag zwei Löcher in die präparierte Eisdecke gehackt. „Außerdem fehlten zwei Flutlichter, zwei weitere wurden demoliert“, sagt er. Als die Motorsportfreunde den Schaden Samstagmittag feststellten, hatte sie noch versucht, das Rennen irgendwie zu retten. Zu viel Wasser „Doch am Ende war so viel Wasser auf dem Eis, dass es keinen Sinn mehr machte und das Eisdrift-Rennen schweren Herzens abgesagt werden musste“, so Weis weiter. Zu diesem Zeitpunkt waren einzelne Starter schon in Meißen bzw. auf dem Weg hierher. „Unser Freund aus der Ukraine befand sich schon in Katowice als wir absagen mussten“, erzählt Weis. In welcher Größenordnung nun Kosten (Unterkunft, Fahrtkosten etc.) auf den Verein zukommen, bleibt abzuwarten. Nachwuchs wollte sich zeigen In der Woche vor dem Rennen hatten zahlreiche Vereinsmitglieder die Piste hergerichtet und mitunter bei Minustemperaturen bis 22 Uhr Schnee vom Eis geschippt. „Vor allem unsere Nachwuchsfahrer haben sich riesig auf das Rennen gefreut. Denn sie hatten in den letzten Jahren kaum eine Möglichkeit, sich vor heimischem Publikum zu präsentieren“, so Weis abschließend. Als Ersatz plant der MC Meissen ein Rennen am 21. Februar in der Dresdner Margonarena. Diese Einnahmen  sollen helfen, das sabotierte Rennen (finanziell) zu verkraften.          Foto: privat


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