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Herkömmlich oder besser LED?

Großenhain zählt seine Straßenlampen und plant für die Zukunft.
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Foto: Pexels

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Die Stadt Großenhain hat die ENSO beauftragt, eine ausführliche technische Bestandsaufnahme der Straßenbeleuchtung in der Stadt und den Ortseilen zu erstellen. Diese Daten werden in einer Datenbank erfasst. Anhand der kann die Stadt die Dringlichkeit der Instandsetzung ermitteln und eine Umstellung auf LED in den kommenden zehn Jahren schrittweise vorbereiten. In den Ortsteilen, in denen die Freileitungen durch die ENSO beseitigt werden, werden diese Umstellungen im Rahmen der Breitbandverlegung durch die ENSO erfolgen, um kostensparende Effekte zu nutzen. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass sich die LED in den nächsten Jahren durchsetzen werden. Immerhin nehmen viele Hersteller nach und nach die herkömmlichen Leuchtmittel, wie die Natriumdampflampen, aus ihrem Sortiment. Ziel ist, dass trotz steigender Anzahl der Leuchten, z.B. durch Errichtung neuer Wohnstandorte, die jährlichen Kosten von circa 220.000 Euro für die rund 3.000 Leuchtpunkte im Stadtgebiet gleichbleibend gehalten oder gar gesenkt werden. Aus Sicht der Stadtverwaltung spricht vieles für LED-Leuchten. Wesentliche Pluspunkte sind die Energie- und Kostenersparnis sowie der Wartungsaufwand. LEDs verbrauchen bis zu 60 Prozent weniger Energie und sind wesentlich effizienter als herkömmliche Lampen. LEDs lassen sich effizient dimmen und sind vor allem für hohe Schalthäufigkeiten gut geeignet, da sie eine intelligente Ansteuerung und Nutzung des Lichts ermöglichen. Mithilfe von LEDs reduziert sich die »Lichtverschmutzung« und Anwohner fühlen sich weniger durch die allabendliche Helligkeit vor ihrem Fenster gestört. Der geringere Wartungsaufwand ist ein weiterer Pluspunkt. Da das Licht einer LED keine bzw. wenige UV-Strahlungsanteile enthält, ziehen LED-Straßenleuchten weniger Insekten an an. Die Verschmutzung durch Insektenbefall deshalb geringer. Auch in punkto Lebensdauer lässt die LED ihre herkömmlichen Verwandten weit hinter sich. Während eine LED etwa 50.000 bis 60.000 Stunden leuchtet, gibt eine herkömmliche Natriumdampflampe bereits nach 32.000 Stunden auf. Deshalb können langfristig die Wartungskosten reduziert und das aufwendige Wechseln durch den Stadtbauhof minimiert werden. Übrigens, wegen der Lampentests kann es vorkommen, dass tagsüber und über längere Zeit die Straßenlampen im Stadtgebiet eingeschaltet werden müssen.


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