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Große Ehre für Kirchenmusiker

Riesa. Mit zwei Auszeichnungen können sich die Kirchenmusiker der Kantorei und des Riesaer Posaunenchores künftig »schmücken«. Geehrt wurde die mehr als hundertjährige Arbeit der Musiker.

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Kantor Sebastian Schwarze-Wunderlich ist seit 2018 in der Riesaer Trinitatiskirche an der Orgel kreativ und für die gesamte musikalische Betreuung in der Kirche verantwortlich.

Kantor Sebastian Schwarze-Wunderlich ist seit 2018 in der Riesaer Trinitatiskirche an der Orgel kreativ und für die gesamte musikalische Betreuung in der Kirche verantwortlich.

Foto: Farrar

In den vergangenen Tagen wurde in den ehrwürdigen Mauern der Trinitatiskirche nicht nur der Reformationtag gefeiert, sondern auch die offizielle Ehrung des Posaunenchores Riesa und der Kantorei Riesa für ihr langjähriges Bestehen begangen.

Der Posaunenchor erhielt die Pro-Musica-Plakette und die Kantorei die Zelter-Plakette, beides Auszeichnungen des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, die durch Vertreter des Sächsischen Staatsministerium für Kultus überreicht wurden.

Eigentlich wartete der Posaunenchor bereits zwei Jahre auf die offizielle Ehrung, die wegen der Einschänkungen im Rahmen der Corona-Pandemie, verschoben werden musste. Der Kontakt der 45 Mitglieder der Chöre wurde während dieser Zeit in Online-Meetings und beim gemeinsamen Üben am Bildschirm gehalten. »Wir haben es geschafft, auch unter diesen schweren Bedingungen alle beieinander zu bleiben - trotz der räumlichen Trennung. Damit bin ich sehr zufrieden«, erinnert sich Kirchenmusikdirektor Sebastian Schwarze-Wunderlich. Dann war die erste gemeinsame Live- Chorprobe in der Kirche ein ganz besonderes Erlebnis für alle.

Jetzt konnten beide Ehrungen gemeinsam nachgeholt werden. Dazu mussten die Riesaer Kirchenmusiker nachweisen, dass beide musikalischen Gemeinschaften mehr als 100 Jahre lückenlos aktiv gewesen sind. »Die Bewerbung war durchaus aufwendig. Immerhin mussten wir unzählige Archive durchforsten und Belege für die musikalische Arbeit zusammentragen und einreichen«, erzählt der Kirchenmusikdirektor.

Die Idee, gezielter der Geschichte der Riesaer Kirchenmusik auf den Grund zu gehen und zu prüfen, ob man für die angesehenen Auszeichnungen in Frage kommen würde, haben die Riesaer von den Großenhainern. Dort hat man die Auszeichnung bereits vor Jahren erreicht. Die beiden Ehrungen sind jeweils mit 500 Euro dotiert, die wahrscheinlich für künftige Konzertfahrten ausgegeben werden.

Im Zusammenhang mit der Aufarbeitung ist durch die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Riesa eine Chronik »Riesaer Kantorei - Eine historische Rückschau auf die vergangenen Jahrhunderte« entstanden. Auf mehr als 60 Seiten ist die Geschichte der Riesaer Kantorei von 1652 bis heute dargestellt und belegt.

Wo die Plaketten künftig ihren Platz finden werden, wolle man sich noch gemeinsam überlegen. Kantor Schwarze-Wunderlich könnte sich auch vorstellen sie als eine Art »Wanderpokal« die Runde machen zu lassen, immerhin haben sich alle gemeinsam für die Auszeichnung eingesetzt.

 

Veranstaltungen

* 7. November, 18.30 Uhr: Friedensgebet in der Trinitatiskirche

* 11. November, ab 17 Uhr: Martinsfest mit Lampionumzug, Umzug von der Trinitatiskirche bis zum Kinovorplatz

* 26. November, 18 Uhr: Camille Saint-Saëns: Oratorio de Noël (u.a.) - Konzert des Adventsprojektchores Riesa in der Trinitatiskirche ( Sarah Hayashi, Sopran; Sophiya Palamar, Mezzosopran; Marie Biber, Alt; Sebastian Lipp, Tenor; N.N. Bariton, Adventsprojektchor, Elbland Philharmonie Sachsen), Leitung: KMD Sebastian Schwarze-Wunderlich (15 Euro/erm. 8 Euro).

 


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