pm/far/gb

Glasfaser für die Region Großenhain

Bilder
Speed-Test bei der Abschlussveranstaltung zum Breitbandausbau in den Großenhainer Ortsteilen in Skaup: Daniel Kohr (Regionalleiter Mitteldeutschland atene KOM GmbH), Ines Fröhlich (Staatssekretärin SMWA), Landrat Ralf Hänsel, Dr. Frank Brinkmann (SachsenEnergie), Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach, Ortswehrleiter René Schumann FFW Skaup. (v.l.) Foto: pm

Speed-Test bei der Abschlussveranstaltung zum Breitbandausbau in den Großenhainer Ortsteilen in Skaup: Daniel Kohr (Regionalleiter Mitteldeutschland atene KOM GmbH), Ines Fröhlich (Staatssekretärin SMWA), Landrat Ralf Hänsel, Dr. Frank Brinkmann (SachsenEnergie), Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach, Ortswehrleiter René Schumann FFW Skaup. (v.l.) Foto: pm

Die Stadt Großenhain und SachsenEnergie schließen ihr gemeinsames Breitbandprojekt ab. Fast genau drei Jahre nach dem Spatenstich gaben jetzt Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach und Dr. Frank Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der SachsenEnergie, am Feuerwehrgerätehaus Skaup den Startschuss für den geförderten Breitbandabschluss in den Großenhainer Ortsteilen.

Über 500 Kilometer Kabel verlegt

Die Dimensionen dieses gewaltigen Glasfaserausbauprojekts, das mit rund 8,94 Millionen Euro eines der ausgabestärksten Investitionsprojekte der Stadt seit der 3. Sächsischen Landesgartenschau 2002 ist, können sich sehen lassen: In drei Jahren wurden 17 der 19 Großenhainer Ortsteile an das Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt 43 Verteilerschränke wurden errichtet, über 500 Kilometer Glasfaserleitungen im Zuge von rund 100 Kilometern Tiefbauarbeiten inner- und außerorts verlegt. Circa 2.586 Haushalte und circa 377 Unternehmen erhielten auf diese Weise einen kostenlosen Internet-Anschluss bis an die Hauswand. Im Ortsteil Zabeltitz werden, koordiniert mit einer Straßenbaumaßnahme, noch letzte Restarbeiten wie Glasfasermontagen für einige Haushaltsanschlüsse sowie Testbetriebe abgeschlossen. Die letzten Haushalte in Zabeltitz gehen planmäßig Ende November in Betrieb. Während im Landkreis Meißen bereits einige Kommunen den FTTC-Ausbau abgeschlossen haben, bei dem Glasfaserkabel bis in Technikgehäuse hinein verlegt und die Hausanschlüsse danach über Kupferleitungen realisiert werden, ist die Stadt Großenhain die erste Kommune im Landkreis, die den FTTB-Breitbandausbau vollendet. Dabei werden Glasfaserleitungen direkt an die Gebäude herangeführt, was Übertragungsraten von bis zu 1 Gbit/s erlaubt. Der Stadtrat hatte 2016 den Grundsatzbeschluss zur Erschließung mit einer NGA-fähigen (glasfaserbasierten) Breitbandinfrastruktur gefasst, nachdem eine Bedarfsanalyse die Unterversorgung der Ortsteile mit Breitbandkapazitäten ergeben hatte. Basierend auf dem Beschluss bereitete die Verwaltung den Breitbandausbau nach dem Modell der Wirtschaftlichkeitslücke vor, bei der die Differenz zwischen den Investitionsausgaben und den prognostizierten Einnahmen gefördert wird und ein privater Betreiber den Bau und Betrieb der NGA-fähigen Breitbandinfrastruktur für sieben Jahre übernimmt. Im Oktober 2018 fiel in Bauda der Startschuss.

Digitaler Ausbau geht weiter

Auch in den kommenden Jahren plant die Stadt den weiteren digitalen Ausbau. Aktuell gibt es im Stadtgebiet 358 Privatadressen und 76 gewerbliche Adressen, die als unterversorgt gelten. Diese Adressen werden als »weiße Flecken« bezeichnet, das heißt, es gibt zwar einen Internetanschluss, aber schnelles Internet ist nicht verfügbar und wird in naher Zukunft auch nicht bereitgestellt. Insgesamt sind 434 Adressen, darunter auch der Ortsteil Görzig, in dieser Kategorie erfasst. 2020 stimmte der Stadtrat der Großen Kreisstadt Großenhain einer Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis Meißen und der Wirtschaftsförderung Region Meißen GmbH (WRM) zu, um in einem gemeinsamen Breitbandausbau-Projekt diese »weißen Flecken« zu beseitigen.


Meistgelesen