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Flutfilm zur mahnenden Erinnerung

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Rückblick auf die Flut 2002 jetzt auch im lokalen Fernsehen.

Rückblick auf die Flut 2002 jetzt auch im lokalen Fernsehen.

Foto: TVM 2002

Meißen. Der lokale Fernsehsender MeissenTV erinnert noch bis zum 15. August mit der Ausstrahlung der DVD-Produktion »August 2002 - Meissen in der Flut« an die schwere Zeit vor 20 jahren, die das Stadtbild der Wein- und Porzellanstadt für immer verändert hat. Mittlerweile sind fast alle Schäden beseitigt und die Stadt ist aus vielen Rückschlägen gestärkt hervorgegangen.

Die komplette Sendung geht etwa anderthalb Stunden und wird in dieser August-Woche mehrfach wiederholt. Zur Produktion (2012): Mit einem Jahrzehnt Abstand erinnern sich Zeitzeugen an die Ereignisse im August 2002. Das Elbehochwasser 2002 war ein als Jahrhunderthochwasser klassifiziertes Flutereignis und betraf die Elbe und viele ihrer Nebenflüsse. Als Ursache des Sommerhochwassers gelten die Starkregenfälle am Wochenende vom 9. bis 11. August. Im Vorfeld hatte sich eine sehr seltene Wetterlage gebildet. Luftmassen waren von ihrer üblichen Ost-West-Richtung zum Mittelmeer abgedriftet. Dort erwärmten sich diese Luftmassen und nahmen viel Feuchtigkeit auf. Nach Überquerung der Alpen stießen sie auf Kaltluft und kühlten rasch ab. Innerhalb kurzer Zeit traten extreme Niederschläge auf. Besonders dramatisch entwickelte sich das

Geschehen im mittleren und östlichen Erzgebirge. Zinnwald meldete innerhalb 24 Stunden mehr als 300 Liter Wasser je Quadratmeter. Weder der Boden noch die Regenrückhalteeinrichtungen konnten diese Wassermassen speichern. Auch die Große

Triebisch mit ihrem Quellgebiet im Tharandter Wald wuchs am 12. August innerhalb weniger Stunden zu einem reißenden Gebirgsbach an und überflutete Teile des Meißner Triebischtals und der Altstadt. Seit den Nachmittagsstunden des Montags waren mehrere Kamerateams von tvM Meissen Fernsehen in der Stadt unterwegs und dokumentierten den Kampf der Einwohner gegen die Fluten. Schon in den ersten Stunden brach die Stromversorgung des TV-Studios zusammen. »Es folgten sieben Tage im Wettlauf mit den Fluten. Aus dieser Woche stammen die Archivaufnahmen, die dieser Produktion zugrundeliegen«, erklärte TV-Redakteur Sebastian Vogel.

 

Sendung

  • Bis 15. August im MeissenTV
  • gesendet als Free TV Premiere im Kabelnetz
  • Die Produktion stammt aus dem Jahr 2012