pm/far/gb

Bürgergarten fertiggestellt

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Der neue Bürgerpark könnte ein fast vergessenes »Fach« wieder aufleben lassen: Schulgartenunterricht. Bei einem kürzlichen Rundgang wurde die Idee geboren, dass sich die Schüler gemeinsam mit den älteren Nutzern auch um den Erhalt der kleinen Oase kümmern könnten. Foto: Farrar

Der neue Bürgerpark könnte ein fast vergessenes »Fach« wieder aufleben lassen: Schulgartenunterricht. Bei einem kürzlichen Rundgang wurde die Idee geboren, dass sich die Schüler gemeinsam mit den älteren Nutzern auch um den Erhalt der kleinen Oase kümmern könnten. Foto: Farrar

Die Steinhaufen, die im »versteckten Garten« im Randbereich des Bürgergartens an der Werner-Seelenbinder-Straße liegen, hat die Baufirma keineswegs vergessen: »Dort sollen sich Eidechsen ansiedeln«, nennt Kerstin Bannorth vom Stadtbauaumt den Zweck dieses Elementes im neuen Bürgergarten. Seit Dezember ist das neu gestaltete Areal fertig und soll ab Frühjahr nicht nur den Gröbaern und Merzdorfern zur Erholung und auch  zur Bildung offenstehen. Vorerst bleiben die Zäune aber stehen, um das Anwachsen des neu gesäten Rasens nicht zu gefährden. Eine Eröffnung, dann hoffentlich mit vielen Gästen, ist in der Zeit der Baumblüte Ende März oder April geplant. Steine und Rasen sind natürlich nicht alles in der rund 9.000 Quadratmeter großen Parkanlage. Blickfang sind der Hügel im zentralen Teil und die 25 Obstbäume, jahreszeitbedingt noch kahl, doch auf die Ende März einsetzende Blüte darf man sich schon freuen. Den Hügel umgibt eine 75 Meter lange Benjeshecke, um die Brombeeren ein wenig »im Zaum zu halten«. Die Erhebung selbst war bereits in den 1990er Jahren aufgeschüttet worden und als Rodelhügel gedacht. Nun wurde ein Aufstiegsweg gebaut, oben eine Bank aufgestellt und eine Traubenkirsche gepflanzt. Die Granitborde und Pflastersteine aller Wege sind ausnahmslos Überbleibsel früherer Straßenbaumaßnahmen, es wurde nichts Neues angeschafft. Auch die elf Bänke im Gelände haben schon eine Vorgeschichte an anderen Riesaer Standorten, unter anderem auf der Hauptstraße. wo sie teilweise durch neue Liegebänke ersetzt werden konnten. Beim Blick vom Hügel fallen die Obst-Hochstämme ins Auge - Kulturobstsorten wie Apfel, Pflaume, Quitte, Kirsche, Mirabelle und Birne sind vertreten. Ihre Früchte könnten im Rahmen des Hauswirtschaftsunterrichtes der benachbarten Oberschule verwertet werden. Außerdem wurden zehn Laubbäume gepflanzt, dazu 900 Sträucher, Rosen und Klettergehölze sowie genau 452 Stauden in die Erde gebracht. Ein Hotel für Insekten »Unser ganzer Stolz ist das Insektenhotel«, so Kerstin Bannorth. Es wurde in  Zusammenarbeit mit dem Lebenshilfe e.V. geschaffen. Passend dazu wurde die Bepflanzung so gewählt, dass Bienen und andere Insekten Nahrung finden. Zwei Vogeltränken dienen  gefiederten Freunden, bei denen Insekten zum Speiseplan gehören. Eine Sonnenuhr und zwei Pergolen komplettieren das bauliche Ensemble. Vieles lässt sich dazu auf Informationstafeln nachlesen, wie der Bürgergarten generell auch einen Bildungsauftrag erfüllt. Möglich wurde die Gestaltung durch Mittel aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE).


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