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Aller guten Dinge sind nun mal drei!

Kickboxer Oliver Altenburg aus Liega startet bei der Fightnight in Senftenberg noch mal voll durch.
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Oliver Altenburg gehört zu den Protagonisten, die sich als Kickboxer (K-1) beim Schwarzheider Fightclub 193 einen guten Namen gemacht haben. WochenKurier sprach nicht nur mit dem Kämpfer Altenburg, der in Liega, im „Grenzgebiet“ zwischen Brandenburg und Sachsen lebt, sondern auch mit den Menschen hinter dem Sportler. Zu ihnen gehören seine Mutter Monika Hillig, deren Lebensgefährte und Olivers Freundin Katja Hubatsch. Nicht zu vergessen auch Familienkater Hugo (9), der zwar unter dem Kaffeetisch saß und sich zum Thema Kampfsport nur schnurrend äußern wollte. Allerdings mächtig die Ohren spitzte, denn da gab es von Frauchen und Herrchen schon Neuigkeiten zu erfahren. Unter anderem: „Oliver ist kein Süßer, zumindest was seine Essgewohnheiten angeht“, lächelt Freundin Katja verschmitzt in die Runde. Dabei weiß auch seine Mutter ganz genau, was ihr leckerer Samstagnachmittagskuchen mit den Geschmacksnerven ihres Sohnes anstellt. Und man sieht dem Kampfsportler durchaus an, dass Gelassenheit auch gespielt sein kann. Denn wenn Blicke naschen könnten, dann…! Geht aber nicht, auch Pommes, Eisbein, Steaks und alle fettigen Frohmacher sind jetzt tabu. Oliver Altenburg (29) will am 2. April endlich mit einem Sieg aus dem Fightnight-Ring gehen und der führt auch für Kickboxer immer über eine Waage. Bis zum Wettkampf müssen von seinen derzeit 92 Kilogramm wenigstens noch zwei abtrainiert werden. Es könnten auch ein paar Pfunde mehr werden, denn am Tag des Gespräches stand noch nicht fest, in welcher Gewichtsklasse er antreten muss (90 oder 85). Für Altenburg wird die kommende Fightnight auf jeden Fall der dritte Anlauf sein, vor großem Publikum in der Senftenberger Niederlausitzhalle seinen potenziellen Gegner in die Seile zu verweisen. Diesmal will der gebürtige Großenhainer, der in Schönfeld zur Schule ging, gewinnen. „Eigentlich wollte ich mir damit schon im vergangenen Jahr, am 4. April, ein schönes Geburtstagsgeschenk machen. Es sollte aber noch nicht sein. Der Ringrichter hatte etwas dagegen, dass ich die letzten zehn Sekunden des Kampfes noch bestreiten durfte. Wir Sportler müssen diesbezüglich aber fair sein und auch Entscheidungen akzeptieren, die besonders das Publikum anders treffen würde“, so Altenburg. Eine Einstellung, die seine Mutter stolz macht. Monika Hillig kann sich noch gut an diesen speziellen Kampf erinnern: „Ollis Freunde, die extra mit einem Bus angereist kamen, seine Verwandten und natürlich wir als Familie haben ihm damals ordentlich die Daumen gedrückt. Vielleicht ein wenig zu viel, denn auch Daumendrücken erzeugt Druck, besonders wenn man zusätzlich noch mit Lampenfieber zu kämpfen hat. Das können sich eben nur Leute vorstellen, die selbst aktive Boxsportler oder Angehörige sind. Aller guten Dinge sind drei. Diesmal wird es schon klappen. Trainiert hat er in den letzten Monaten jedenfalls ordentlich.“ Wovon auch Freundin Katja Hubatsch ein Lied singen kann. „Die Zeit zu zweit ist knapp geworden. Aber ich respektiere und unterstütze sein Hobby und weiß ja immer, wo ich Oliver finden kann: im Trainingszentrum Schwarzheide.“ Katja gehört übrigens zu den Machern der Fightnight und ist die gute Seele der Veranstaltung. Bei der jungen Frau laufen alle organisatorischen Fäden zusammen. Und was ihren Oliver angeht, trainiert er derzeit noch mehr als üblich und freut sich auf seinen Auftritt am 2. April. Eine Stunde vor dem Kampf wird er sich eine Dose Energy-Drink aufreißen und die Minuten genießen, bevor er in den Ring gerufen wird. „Das ist für mich die eigentliche Zeit der wirklich stillen Konzentration“, wie er meint. Sein Motto: Lebe jeden Tag so intensiv wie möglich!