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Stellwerk musste Radlern Platz machen

Der zweite Abschnitt des Radwegs zwischen Freital und Tharandt führt demnächst dort lang, wo bis vor wenigen Tagen das Stellwerk stand.
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Eines der letzten Bilder vom Stellwerk Tharandt. Foto: cda

Eines der letzten Bilder vom Stellwerk Tharandt. Foto: cda

Tharandt. Derzeit fehlen noch 900 Meter Asphalt zwischen Fischhandel Voss und dem Ortseingang Tharandt. Die ersten 1,2 Kilometer des Radweges wurden im vorigen Frühjahr freigegeben. Im November soll der gesamte Weg für Radler fertig sein. Dieser Tage wurde das alte Stellwerk abgerissen. Es stand seit dem Hochwasser von 2002 ungenutzt herum und hatte bis vor kurzem den Status als Denkmal. Der Radweg kostet insgesamt etwa eine Million Euro, die Kosten für den Abriss in Höhe von 90.000 Euro sind darin enthalten.  Enttäuscht über den Abrisss ist der Förderverein Edle Krone. Vereinsvorsitzender Gunter Fichte: "Wir hätten uns gewünscht, dass es eine andere Lösung gibt. Bei den Stadtvätern und dem Bürgermeister, dem Ortschaftsrat und bei den Denkmalschützern konnte kein ernsthafter Dialogfaden für ein Nachnutzungskonzept geknüpft werden." Auf dem historischen Bahnhofsareal standen einst drei Stellwerke. Der Förderverein hatte die Idee, das Stellwerk sachgerecht abzureißen und in der Nähe des fast baugleichen abgerissenen Stellwerks 3 wiederaufzubauen. Als Nachnutzung, so die Idee des Vereins, hätte eine Tourismusinformation oder ein kleines Stadtmuseum mit historischem Eisenbahnbezug in Frage kommen können. Überhaupt beklagt Fichte, dass das Thema Eisenbahngeschichte in Tharandt zu kurz kommt. Deshalb will sich der FV zum Stadtjubiläum Tharandts auf dieses Thema konzentrieren. Claudia Dahlke


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