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Senftenbergerin feiert 100. Geburtstag

Senftenberg. Das Geheimrezept ihres bewegten Lebens hat die 100-jährige Senftenbergerin Ursula Bergmann Bürgermeister Andreas Pfeiffer verraten, teilt Stadtsprecherin Andrea Budich mit. »Man muss nur wollen, man muss immer in Bewegung bleiben«, sagt die Jubilarin zum Stadtoberhaupt. Zu ihrem besonderen Fest gratulierte am Mittwoch auch Kreisstadt-Bürgermeister Andreas Pfeiffer.

Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer gratuliert die Senftenbergerin Ursula Bergmann zum 100. Geburtstag.

Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer gratuliert die Senftenbergerin Ursula Bergmann zum 100. Geburtstag.

Bild: © Stadt Senftenberg

Ein wacher Geist und starker Wille zeichnen Ursula Bergmann laut Andrea Budich auch im hohen Alter noch aus. So nehme die gebürtige Sedlitzerin als stolze Oma von sechs Enkeln, sieben Urenkeln und zwei Ururenkeln noch rege Anteil am Leben in Senftenberg und besonders am Zusammenhalt ihrer Großfamilie. Mit ihren beiden Töchtern Christina Babick und Margarete Böhnisch treffe sie sich regelmäßig zu Rommè-Runden. »Da müssen wir aufpassen, dass uns Mutti nicht laufend abzockt«, freuen sich die Töchter darüber, dass die Jubilarin trotz ihres hohen Alters noch so vital und gesund ist.

Mit 100 Jahren noch voller Tatendrang. Mariechen, wie Ursula Bergmann von allen, die sie kennen genannt werde, habe ihr ganzes Leben lang gearbeitet. Sie blicke auf ein pralles Leben voller Höhen und Tiefen zurück. Die Sedlitzerin habe vier Kinder großgezogen, als junge Frau im Vorschnitt der Grube Sedlitz gearbeitet, später in der Küche der Brikettfabrik »Tatkraft« und dann als Reinigungskraft auf der Intensivstation des Bergmannskrankenhauses Senftenberg.

Neu in den Club der Hundertjährigen aufgenommen, lebe Ursula Bergmann, liebevoll betreut von beiden Töchtern, noch immer selbstständig in ihrer altersgerechten Ein-Raum-Wohnung in der Senftenberger Steigerstraße. Nach wie vor erfreue sie sich einer guten Gesundheit. Kreislaufprobleme oder Bluthochdruck – kenne sie nicht. Ein Krankenhaus habe sie nur einmal von innen gesehen - für ihr künstliches Kniegelenk. »Krank war ich eigentlich nie«, erzählt sie.

Danach befragt, wie man so alt wird und wie es Ursula Bergmann geschafft hat, über die 100-Jahr-Marke zu kommen, verrät sie, dass ihre Leidenschaft beim Essen wohl eher als ungesund gilt. »Fettig und süß – das liebe ich bis heute«, verrät Mariechen dem erstaunten Bürgermeister ihre Vorlieben. Sie schwöre auf Hallorenkugeln. Zum Ausgleich sei sie bis ins hohe Alter gern geradelt und habe alle Wegstrecken mit ihrem Fahrrad zurückgelegt. »Das hat sicher dazu beigetragen, dass ich noch so fit bin«, stößt sie mit dem Bürgermeister an.

Im neuen Lebensjahr will sich Ursula Bergmann weiter an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. An der nächsten Sonntagsrunde Rommè mit ihren Töchtern. An den Ur- und Ururenkeln, die ihr so viel Freude machen.


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