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Bergbautradition wieder schick gemacht

Viele Briesker Bürger waren zur Übergabe der sanierten Grubenbahn gekommen. Gemeinsam mit Senftenbergs Bürgermeister Andreas Friedrich übergab Ortsvorsteher Tino Blazer das Industriedenkmal wieder seiner Bestimmung. Foto: Peter Aswendt

Viele Briesker Bürger waren zur Übergabe der sanierten Grubenbahn gekommen. Gemeinsam mit Senftenbergs Bürgermeister Andreas Friedrich übergab Ortsvorsteher Tino Blazer das Industriedenkmal wieder seiner Bestimmung. Foto: Peter Aswendt

»Ist sie nicht schön, unsere Lok.« Mit diesem Zitat vom Senftenberger Lokführer Ronny Sommer übergab der Briesker Ortsvorsteher Tino Balzer gemeinsam mit Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich das Bergbaurelikt, die Lok 817, frisch saniert ihrer Bestimmung. Und diese Bestimmung ist es, an eine lange Bergbautradition in Brieske zu erinnern: »Dieses Industriedenkmal besitzt einen hohen Stellenwert in unserer Stadtgeschichte«, freut sich Andreas Fredrich. Dafür nahm die Stadt dann immerhin 13.500 Euro für die Sanierung in die Hand. Graffitischmierereien hatten das Tagebaurelikt verschandelt und natürlich auch der Zahn der Zeit hinterließ seine rostigen Spuren. Die Grubenbahn ist die letzte erhaltene Schmalspurbahn, die auf einer Spurweite von 900 Millimeter fuhr. Mit einer Dienstmasse von 75 Tonnen war sie von 1964 bis 1992 in Kleinleipisch und Lauchhammer unterwegs. Dem Schrottplatz entkam die Lok durch das Engagement von Lokführer Peter Pohle, der die 817 fit machte und sie in Brieske zu Rangierzwecken fuhr. Im Jahr 1999 kam mit der Netztrennung des Kraftwerks Brieske auch das endgültige Aus.


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