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Gröbern: Sonderabfallzwischenlager in Betrieb

Das Sonderabfallzwischenlager in Gröbern hat zum 1. August seinen Regelbetrieb aufgenommen. Im Zusammenhang mit dem Bau und der Genehmigung der Anlage gab es in den letzten Jahren viel Diskussionsbedarf.
Das Schadstoffzwischenlager. Foto: Hans-Georg Unrau

Das Schadstoffzwischenlager. Foto: Hans-Georg Unrau

Nach drei Jahren Bauzeit, der Abnahme der Anlage unter anderem durch die Landesdirektion Sachsen, Abteilung Immissionsschutz, der Unteren Wasserbehörde, des Bauamtes und der Naturschutzbehörde (jeweils Landkreis Meißen) und einem einmonatigen Probebetrieb, wird das nach dem neuesten Stand der Technik errichtete Sonderabfallzwischenlager Gröbern am 1. August 2016 in Regelbetrieb genommen. Betriebsleiter Ingolf Unzner, der mit seinen Mitarbeitern für den reibungslosen Ablauf sorgt, war bei den ersten Überlegungen zum Bau der Anlage Ende 2011 involviert. Ein umfangreiches Projekt von der Standortplanung, über die umfangreiche Antragstellung bis hin zum umfassenden Genehmigungsverfahren. In der Bevölkerung und in den Medien wurde das Thema Sonderabfallzwischenlager ausführlich und kontrovers diskutiert.  Der Betriebsleiter weiß: "Im Baumarkt sind Farben, Spraydosen, Lösemittel und Lacke noch begehrt. Als Abfall nennt man diese Produkte dann 'Sonderabfall' oder 'gefährliche Abfälle'. Dafür ist eine sach- und umweltgerechte Entsorgung zwingend notwendig. In unserer Anlage werden diese Abfälle gesammelt, chemisch analysiert und klassifiziert. Zwischengelagert werden hier alle Schadstoffe aus Gewerbe- und landwirtschaftlichen Betriebe sowie Schadstoffe, die im Haushalt anfallen. Einige Stoffe gehen dann z.B. in Verbrennungsanlagen, Recyclinganlagen oder nutzen andere Aufbereitungswege." Mit Ausnahme weniger Stoffe können in der Anlage sämtliche im Abfallverzeichnis aufgeführten Sonderabfallstoffe sicher gelagert werden. Ausgeschlossen sind allerdings radioaktive und infektiöse Stoffe sowie Munition und Sprengstoffe. Für Peter Venner, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft NERU, steht die Sicherheit an erster Stelle: "Wenn es um 'gefährliche Abfälle' geht, fordert der Gesetzgeber Transparenz, hohe Sicherheitsvorschriften und erweiterte Pflichten wie beispielsweise ausführliche Dokumentationen und regelmäßige Messungen. Als qualifiziertes Entsorgungsunternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit gefährlichen Stoffen gilt bei uns der Grundsatz: Sicherheit zuerst." Aus diesem Grunde arbeitet das Unternehmen eng mit den Behörden zusammen, um den sicheren Betrieb der Anlage stets sicherzustellen.


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