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Auch der Meißner Schlosspark gesperrt

Auch Siebeneichen muss vor dem Borkenkäfer geschützt werden.

Der Schlosspark Siebeneichen ist seit Anfang September für zunächst zwei Monate gesperrt. Grund dafür ist die Gefahr für die Erholungssuchenden, die von herabfallenden Ästen oder absterbenden Bäumen ausgeht. Was ist passiert? Der denkmalgeschützte sowie naturschutzfachlich wertvolle Schlosspark Siebeneichen ist derzeit durch ein rasantes Baumsterben gekennzeichnet. Dieses wird verursacht durch die seit nun zwei Jahren anhaltende Dürre, durch lokal auftretende Sturmereignisse sowie einem Befall der Bäume mit Insekten, insbesondere dem Buchdrucker – dem gefährlichsten Fichtenborkenkäfer. Dies hat zur Folge, dass einzelne Äste oder ganze Bäume vertrocknen. Besonders betroffen sind Fichten, Linden und Rotbuchen. Ebenso befinden sich durch Sturm umgestürzte Bäume im Gelände, welche teilweise die Wege versperren. Diese Situation ist für die Besucher des Schlossparkes Siebeneichen gefährlich, einzelne Wege sind durch Totholz, Wurf- und Bruchholz nur unter Lebensgefahr zu passieren. Weil die Stadt Meißen ihrer umfangreichen Verkehrssicherungsaufgaben nachkommen muss, wird der Park gesperrt. Trotz des Namens ist der im 16. Jahrhundert durch die Herren von Miltitz angelegte »Schlosspark« aus heutiger Sicht Wald. Nadelholzaufforstungen sowie der Verlust einer klaren Gliederung (wie zum Beispiel freigehaltene Sichtachsen und gepflegte Solitärbäume) führten in der Vergangenheit zu einem Verschwinden des historischen Parkcharakters. Zwischen Großem Küchengrund, Arita Hain, Bockwener Telle und Schlosswiese ist nun auf ca. 13 Hektar das Betreten dieses Waldes für zunächst zwei Monate untersagt. Die hohe Gefahr, welche von den abgestorbenen und absterbenden Bäumen derzeit ausgeht, führt weiterhin dazu, dass die bisherigen geplanten denkmalpflegerischen Maßnahmen, wie beispielsweise die Wiederherstellung historischer Sichtachsen, vorerst nicht gänzlich umgesetzt werden können. Gleichzeitig sind bestimmte Maßnahmen durch die momentane Schadsituation aber unaufschiebbar geworden. Dies betrifft insbesondere die Fällung abgestorbener Fichten sowie das Entfernen von Totholz aus dem Kronenraum älterer Rotbuchen und Linden. Die Stadt Meißen bittet daher alle Besucher und Anwohner die Beschilderungen und Sperrvorrichtungen zu beachten. Eine sukzessive Wiederherstellung der Verkehrssicherheit im Schlosspark Siebeneichen ist – in Abstimmung mit den denkmalpflegerischen und naturschutzfachlichen Anforderungen – zeitnah geplant. www.stadt-meissen.de


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