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Tierparks in der Adventszeit

Weißwasser. Was bedeutet eigentlich die Winterzeit für die Tierparks im Landkreis Görlitz. Erhöht sich der Pflegeaufwand in der kalten Jahreszeit? Und wird's vielleicht auch weihnachtlich? Wir haben nachgefragt.

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Der Görlitzer Tierpark lädt am 3. Dezember zur Bescherung der Tiere.

Der Görlitzer Tierpark lädt am 3. Dezember zur Bescherung der Tiere.

Foto: www.zoo-goerlitz.de

»Der Aufwand ist hinsichtlich der Tierpflege nicht höher als üblich«, sagt Gert Emmrich, der Parkdirektor des Tierparks in Weißwasser. Wobei, ein Paar Ausnahmen fallen ihm dann doch ein. Denn wenn Frost einsetzt, müssen die Futterportionen für Nassfutter (Obst, Gemüse) verkleinert und eine zusätzliche Futterrunde eingeschoben werden. Und auch das Tränkwasser muss dann bis zu drei Mal am Tag gewechselt werden. »Winterschläfer haben wir nicht, lediglich unsere Bärin legt sich bei Frost ein paar Tage zur Ruhe, die wir ihr auch gönnen«, so Emmrich.

 

Am 3. Advent (17. Dezember) kommt wie jedes Jahr der Weihnachtsmann in den Tierpark Weißwasser. Die Veranstaltung organisiert der Förderverein des Parks. Dort warten dann weihnachtliche Basteleien und sicher eine kleine Weihnachtsgeschichte vom Weihnachtsmann auf die Besucher. Natürlich bekommt auch jedes Kind ein kleines Geschenk.

 

Als Geschenk zu Heiligabend gibt’s am 24. Dezember freien Eintritt im Weißwasseraner Tierpark. Der ist an dem Tag bis 14 Uhr geöffnet. »Gleichzeitig haben die Besucher die Möglichkeit, unseren Tieren mir einem Futtergeschenk eine Freude zu machen. Es wird also einen kleinen Gabentisch für unsere Tiere geben«, sagt Gert Emmrich.

 

Adventsmarkt im Zittauer Tierpark

 

»Der Aufwand speziell für Advent und Weihnachten ist natürlich relativ groß«, sagt der Zittauer Tierparkchef Andreas Stegemann. Am 10. Dezember gibt’s im Zittauer Park den Adventsmarkt. Und nicht nur das Marktareal, sondern der ganze Park wird weihnachtlich geschmückt, angefangen mit handgebundenen Girlanden am Eingangsgebäude und über den Wegen bis zu einigen Herrnhuter Sternen. »Auch einige Gehege werden entsprechend geschmückt«, so Stegemann.

 

Der Adventsmarkt findet jedes Jahr unter dem Motto »Ein Weihnachtsbaum für Tiere« statt. Die Besucher bringen liebevoll zurechtgemachtes Futter mit, womit ein Weihnachtbaum auf dem Festplatz geschmückt wird. Dazu bieten Händler und Kunsthandwerker ihre Produkte zum Verkauf. Umrahmt wird alles von einem kulturellen Programm und natürlich gibt’s auch allerlei zu naschen. In der Adventszeit werden im Käferkabinett des Zittauer Tierparks Weihnachtsmärchen gelesen und im Anschluss geht es zu einer Fütterungsrunde durch den Park. »Dieses Angebot wird täglich von Gruppen genutzt.«

 

Für die Mitarbeiter der Parks bringt die Winterzeit natürlich einiges an Mehraufwand. »Das geht damit los, dass das Trinkwasser für die Tiere nicht mehr über die Wasserleitungen im Park zur Verfügung steht, sondern mit Kanistern zu den Gehegen gebracht werden muss«, erklärt Andreas Stegemann. Türen und Schlösser müssen eisfrei gehalten, Wege bei Schnee geschoben und eventuell gestreut werden. »Gehege, in denen Tiere Winterschlaf halten, bleiben geschlossen, um die Tiere nicht zu stören«, so der Zittauer Tierparkchef.

 

Bescherung der Tiere in Görlitz

 

Auch im Görlitzer Tierpark bringt die Weihnachtszeit eine besondere Veranstaltung. Gemeinsam mit dem Bürgerrat Görlitz-Südstadt veranstaltet der Tierpark die traditionelle »Bescherung der Tiere« am 3. Dezember. Besucher sind eingeladen, am 1. Adventssonntag in Begleitung der Tierpfleger mit eigenen Leckerbissen für Freude unter Stachelschweinen, Kamelen und Bauernhoftieren zu sorgen.

 

Besucher können gerne selbst kleingeschnittene Möhren und Äpfel mitbringen. Treffpunkt für die Bescherung ist 14.30 Uhr an der Futterkiste. »Nach einem gemeinsamen Rundgang mit Tierkarawane erwarten wir sogar den Weihnachtsmann an der Futterkiste«, verrät Zooinspektorin Steffi Späthe. Dort ist selbstverständlich auch für Kinderpunsch, Glühwein und süße Leckereien gesorgt. Der Bürgerrat Südstadt nutzt diese Gelegenheit, um den vielen engagierten Helfern und Bewohnerinnen für ihre Unterstützung bei Arbeiten, Aufgaben und Projekten im Stadtteil zu danken.


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