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29.000 Zuschauer beim Sommertheater

Eine gute Planung, eine spannende und unterhaltsame Auswahl an Inszenierungen und gutes Wetter sind die Zutaten zu einer erfolgreichen Sommertheatersaison, wie sie derzeit am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau allmählich zu Ende geht. Insgesamt 29.000 Besucher zählte das Theater auf den verschiedenen Freilichtbühnen.
War in diesem Jahr der Publikumsmagnet: 18500 Besucher sahen das Abenteuerspektakel „Der König der Schmuggler – Das Geheimnis des Pascherfriedel“ auf der Waldbühne in Jonsdorf. Foto: Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau

War in diesem Jahr der Publikumsmagnet: 18500 Besucher sahen das Abenteuerspektakel „Der König der Schmuggler – Das Geheimnis des Pascherfriedel“ auf der Waldbühne in Jonsdorf. Foto: Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau

Mit 20 Vorstellungen die meistbespielte Bühne war dabei – wie auch in den Vorjahren – die Waldbühne in Jonsdorf. Hier sahen rund 18.500 Besucher das Abenteuerspektakel „Der König der Schmuggler – Das Geheimnis des Pascherfriedel“. Damit knüpft das Theater an Erfolge des Waldbühnenspektakels „Der Fluch von Oybin“ von 2015 an und liegt nicht viel entfernt in den Besucherzahlen. Besonders gefragt waren Tickets für die Abendvorstellungen an den Wochenenden, die stets annähernd oder gänzlich ausverkauft waren. Dass auch viele Touristen das Schmugglerabenteuer von Axel Stöcker in der Inszenierung von Dorotty Szalma erleben konnten, wurde erst durch den zweigeteilten Vorstellungszeitraum möglich, der sowohl die Sommerferien in Sachsen als auch die jeweiligen Ferienzeiträume der angrenzenden Bundesländer berücksichtigte. „Die Bereitschaft der Mitarbeiter, den Urlaub entgegen eigener Interessen an den Bedürfnissen der Zuschauer auszurichten, ist deutschlandweit einmalig“, so der Kaufmännische Geschäftsführer Caspar Sawade. Rund um die Vorstellungen auf der Waldbühne rief das Theater zu zahlreichen Aktionen auf: so erhielten etwa Schüler mit Einsen in Musik oder Kunst gegen Vorlage ihres Zeugnisses eine Freikarte für eine Vorstellung ihrer Wahl, Asylsuchenden wurde der kostenlose Besuch einer Vorstellung ermöglicht und Schulanfänger konnten sich ihre eigene Zuckertüte vom Zuckertütenbaum pflücken. Das wurde durch die zahlreiche Unterstützung möglich, zum Beispiel des Inszenierungspartners Kinder-Spiel-Land Görlitz, den Theaterfreunden Zittau und der Schülervertretung des Christian-Weise-Gymnasiums sowie zahlreichen regionalen Unternehmen.

Klosterhof

Nahezu unmöglich war es, an der Abendkasse des Zittauer Klosterhofs Tickets zu erhaschen. Alle 17 Vorstellungen der Kriminalkomödie „Der Pavillon“ waren mit 2.500 Besuchern fast restlos ausverkauft. Die historische Atmosphäre des Klosterhofes erwies sich dabei einmal mehr als zuverlässiger Zuschauermagnet, auf den das Theater im nächsten Jahr leider vorerst verzichten muss. Dann wird dieser saniert, weshalb das GHT sich aktuell auf der Suche nach einer Interimsspielstätte für die Komödie „Venedig im Schnee“ befindet.

Stadthallengarten

Eine inzwischen ebenfalls fest etablierte Freiluftspielstätte ist der Stadthallengarten in Görlitz, der in der letzten Spielzeit erstmal bespielt wurde. 5800 Zuschauer besuchten Inszenierungen aus allen vier Sparten. Mit zehn Vorstellungen am häufigsten gespielt wurde die berühmte Berliner Operette „Frau Luna“ von Paul Lincke, die etwa 3000 Besucher begeisterte. Das Schauspiel „Die 39 Stufen“, das bereits in der vergangenen Spielzeit Premiere im Zittauer Klosterhof feierte, wurde sechsmal vor jeweils reichlich 200 Zuschauern gezeigt. Die Tanzproduktion „Sacre“, die auf der Freilichtbühne Premiere feierte, überzeugte vor rund 800 Zuschauern. Etwa 600 Gäste erlebten das Unterhaltungskonzert „Carmen tanzt Flamenco“, das bereits bei seiner Premiere im Zittauer Haus ausverkauft war. Ein Gastspiel komplettierte die Vorstellungen im Stadthallengarten, wo die Gäste auch in diesem Jahr wieder die theatereigene Gastronomie mit den regionalen Produkten der Fleischerei Engemanns genießen konnten. Diese waren erneut gastronomischer Partner des Sommertheaters. Generalintendant Klaus Arauner bilanziert und blickt voraus: „Das Gerhart-Hauptmann-Theater möchte mit seinen Sommertheaterangeboten ein möglichst breites Publikumsspektrum erreichen. Erneut steigende Zuschauerzahlen dokumentieren, dass uns dies zunehmend gut gelingt. Mit Konzerten, Musiktheater, Schauspiel und Tanz bieten wir ein generationsübergreifend reizvolles Angebot, dass Besucher aus der gesamten Region anspricht und natürlich auch die touristische Nachfrage bedient. Diesen Weg werden wir im kommenden Jahr fortsetzen. Unter anderem zeigen wir mit ‚Der Zauberer von Oz‘ im Stadthallengarten Görlitz ein Musical für die ganze Familie. Und natürlich wird die Waldbühne Jonsdorf auch in 2018 Spielort eines Abenteuerspektakels mit regionalen historischen Bezügen.“


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