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Bautzener Landrat Michael Harig schwingt den Hammer

Unbarmherzig neigt sich der Zeiger gen Weihnacht. Gnadenlos fordert das unterschwellige Gedudel aus dem Supermarkt-Lautsprecher: „Kauf endlich Geschenke!“. Doch in diesem Jahr gibt es einen Grund, nicht lethargisch das nächste Socken-Regal zu plündern und als Geschenk verpacken zu lassen: Am 28. November gibt‘s in Hoyerswerda erstmals die Chance auf Geschenke, die so exklusiv sind, dass man sich direkt auf Weihnachten freuen könnte.
116 Kunstwerke kommen am 28. November unter den Hammer. Kunstvereinschef Martin Schmidt, Stiftungsmitglied Birgit Weber und Kulturamtsleiter Joachim Mühle (v.l.n.r.) genießen das Privileg, die Auktionsexponate schon vorab in Augenschein nehmen zu dürfen. Inzwischen ist die Ausstellung für Jedermann geöffnet. Foto: Gbureck

116 Kunstwerke kommen am 28. November unter den Hammer. Kunstvereinschef Martin Schmidt, Stiftungsmitglied Birgit Weber und Kulturamtsleiter Joachim Mühle (v.l.n.r.) genießen das Privileg, die Auktionsexponate schon vorab in Augenschein nehmen zu dürfen. Inzwischen ist die Ausstellung für Jedermann geöffnet. Foto: Gbureck

Heute werden im Schloss Hoyerswerda Geschenke versteigert, die es nur ein Mal auf der Welt gibt

Es ist doch so: Entweder eine Sache ist massenhaft verfügbar, erschwinglich – aber jeder hat sie. Oder sie ist limitiert und damit sauteuer. Richtig, das Dilemma „Geschenke-Kauf“ zu Weihnachten steht bevor. Doch, wie schon angekündigt, könnte es in diesem Jahr passieren, dass das geschauspielerte „Oh, neue Socken, wie schön!“ bei der Bescherung gar nicht zu hören sein wird. Denn mit ein bisschen Glück kann man am 28. November, ab 14 Uhr, ein ganz exklusives Geschenk ersteigern. Erstmals in Hoyerswerda findet an diesem Tag eine Versteigerung statt, bei der 116 Kunstwerke von mehr als 60 Künstlern unter den Auktions-Hammer kommen. Und jenes Werkzeug schwingt niemand geringeres als unser Landrat Michael Harig. Warum? Ist der Landkreis pleite und verhökert sein Tafelsilber? Nein, diese Auktion wird von einer Stiftung durchgeführt, die sich der Förderung von regionalen Künstlern aus der Oberlausitz verschrieben hat. „Unsere Motivation ist es, Menschen zu unterstützen die es nötig haben. Das Ziel ist der Erhalt und die Sicherung von künstlerischen Nachlässen“, erklärt der Görlitzer Kulturamtsleiter Joachim Mühle den Stiftungszweck. Die Erlöse aus der Versteigerung gehen jeweils zur Hälfte an den Künstler bzw. an die Stiftung. 
Wer kann mitbieten? Jeder Bürger. Wichtig ist, sich vorher anzumelden, denn es gibt im Schlosssaal nur Platz für 120 Bieter. Das geht am einfachsten via Telefon: 03581/ 6639407 oder E-Mail: Susanne.Hoffmann@kreis-gr.de
Was genau wird versteigert?
Unter den sprichwörtlichen Hammer kommen Grafiken, Plastiken, Hinterglasmalerei, Fotografien, Ölgemälde und Aquarelle. Die Werke sind u.a. von recht namhaften Künstlern, wie Angela Hampel und Klaus Drechsler aus Dresden, Gudrun Otto aus Hoyerswerda, Monika Schumann aus der Elsterheide, Egbert Kasper und Walter Piroch aus Kamenz und Radeberg. Eine Liste ist im Internet zu finden:
www.kunstkulturstiftung-oberlausitz.de
Was kosten die Kunstwerke? Das niedrigste Startgebot liegt bei 40 Euro, das höchste bei 8.900 Euro. Versteigert wird in Zehn-Euro-Schritten, ab 100 Euro liegt der nächst höhere Aufruf bei rund zehn Prozent.
Kann man die Werke vorab besichtigen? Ja, es besteht die Möglichkeit, sich unter www.kunstkulturstiftung-oberlausitz.de den Auktionskatalog mit allen Werken, Künstlern und Startpreisen online anzusehen.
Muss ich mitbieten oder kann auch auch einfach so vorbei kommen? Natürlich steht einem „normalen Besuch“ nichts im Wege, im Gegenteil. Wer einfach mal die außergewöhnliche Atmosphäre an diesem Tag genießen möchte, an kostenlosen Führungen durch das Schloss teilnehmen oder das musikalische Rahmenprogramm der Musikschule auf sich wirken lassen will, ist herzlich eingeladen.


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