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Zwei Kleidercontainer zerstört

Weißwasser. Um den Jahreswechsel wurden zwei Kleidercontainer des DRK in Weißwasser zerstört. Vandalismus ist nicht das einzige Problem, das an den Kleidersammelstellen auftritt.

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Zerstörte Kleidercontainer in der Uhlandstraße (links) und am Wagenfeld-Ring (rechts).

Zerstörte Kleidercontainer in der Uhlandstraße (links) und am Wagenfeld-Ring (rechts).

Foto: DRK Kreisverband Weißwasser

Der erste Kleidercontainer des DRK brannte am 29. Dezember. In der Silvesternacht musste die Feuerwehr dann wieder ausrücken. Die beiden Container an der Uhlandstraße und am Professor-Wagenfeld-Ring sind nicht mehr zu gebrauchen. Ebenso wenig die darin befindlichen Kleiderspenden. Was die Brände rund um Silvester verursacht hat, kann man sich ausmalen. Was der Vandalismus nach sich zieht, wollten wir vom DRK wissen.

 

»Der Sachschaden allein für die Container beläuft sich auf ca. 1.600 Euro. Die darin befindlichen Kleiderspenden sind nur noch Müll, der zusätzlich kostenpflichtig durch das DRK zu entsorgen ist«, teilt der Kreisverband Weißwasser mit. Die Kleidung wandert jetzt in den Restmüll. Die zerstörten Container bringt das Rote Kreuz selbstständig zum Schrotthandel.

 

Gestrichen werden die beiden genannten Containerplätze nicht, die Kleidercontainer sollen schnellstmöglich ersetzt werden. Das soll schon in der zweiten Kalenderwoche passieren. Dann allerdings zunächst durch das Umsetzen anderer Container. Denn weitere auf Lager hat man nicht, müsste also neue kaufen. Ob neue gekauft werden, muss noch entschieden werden, heißt es auf Anfrage. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet 23 Kleidercontainer-Standorte des DRK, im Altkreis Weißwasser sind es insgesamt 62 (die 23 in Weißwasser inklusive).

 

Windel und Bauschutt statt Jeans und Pullover

 

Bis zu den Vorfällen zum Jahreswechsel waren die Kleidercontainer des DRK-Kreisverbandes Weißwasser 2022 von Vandalismus verschont geblieben. Was dagegen regelmäßig vorkommt, ist, dass Menschen ihren Müll in den Kleidersammelstellen abladen. Leider gebe es regelmäßig Verunreinigungen der Containerstandorte, hauptsächlich in der Nähe von Gartenanlagen, teilt das Rote Kreuz mit. Aber auch an anderen Standorten findet sich immer wieder »fehlerhafte Befüllung«, also Müll. So fanden die Mitarbeiter zum Beispiel schon Windeln, Bauschutt, Gartenabfälle, Rasenmahd und tote Tieren. Auch Matratzen und Sofas wurden schon an den Containern abgeladen, um sich den Weg und die Kosten der Entsorgung zu sparen. Das alles kostet das DRK Weißwasser jährlich einen mittleren vierstelligen Betrag.


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