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Richtfest für das Werk 1

Mit über 100 Gästen wurde am Donnerstagabend (20. September) das Richtfest für das künftige Jugend- und Soziokulturelle Zentrum Werk 1 in Görlitz gefeiert.
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Oberbürgermeister Siegfried Deinege und Regina Kraushaar, Staatssekretärin für Soziales und Verbraucherschutz, unterstrichen die hohe Bedeutung eines professionell aufgestellten Angebots für Jugendliche in der Stadt. Im Jugend Soziokulturellen Zentrum (Furnierhalle in der Conrad-Schiedt-Straße 23) soll durch den etablierten Betreiber Second Attempt (Rabryka) ein vielschichtiges Angebot für unterschiedliche Zielgruppen angeboten werden. Oberbürgermeister Siegfried Deinege bezeichnete das Projekt als eine Herzensangelegenheit, die nur mit engagierten Bürgern, Mehrheiten in der Politik und vielen aber respektvollen  Verhandlungs- und Diskussionsrunden umgesetzt werden könne. Im August 2019 sollen die Bauarbeiten am rund 3,5 Millionen Euro Projekts abgeschlossen sein. Der Stadtrat hatte dem Bau des Zentrums Ende 2017 grünes Licht gegeben. Allerdings gab es auch Stadträte, die gegen den Bau stimmten, weil er am Bedarf vorbeigehe und die bestehenden Jugendeinrichtungen nicht ausgelastet seien. Staatssekretärin Regina Kraushaar zeigte sich von Görlitz und dem Werk 1-Projekt sehr beeindruckt und betonte die beachtliche Leistung aller Beteiligten, um so ein Großprojekt umzusetzen. Sie unterstrich, dass das Beispiel Görlitz zeige, wie aus der Stadtgesellschaft heraus ein Bedarf ermittelt und Lösungen gefunden werden können. Neben den ausführenden Bau- und Planungsfirmen nahmen an der Veranstaltung Vertreter der Landes-, Kreis- und Stadtpolitik, der Hochschule, Wirtschaft, Kirchen, Stadtverwaltung, Medien und Anwohner teil. Im Nachgang der kurzweiligen und traditionellen Richtfestzeremonie mit Christian Heber von der gleichnamigen Holbaufirma, spielte die Berliner Songwriterin Anne Haight aus ihrem neuen Repertoire. Bereits ab 14 Uhr hatten der Landesverband Soziokultur Sachsen, die Jugendstiftung Sachsen sowie die Akteure von Second Attempt zur Podiumsdiskussion innerhalb der Gesprächsreihe #lassunsreden eingeladen. Unter der Überschrift „Jugendzeit – Mit Jugend(sub)kultur das Gemeinwesen gestalten“ haben Experten mit Oberbürgermeister Siegfried Deinege über die Chancen und Potenziale der Investitionen in die Jugendkultur – und die Stellschrauben einer funktionierenden Stadtgesellschaft diskutiert. Die durch Andrea Gaede (stv. GF Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.) und Daniel Sauer (Second Attempt) moderierte Diskussionsrunde zeigte, dass Görlitz mit dem Werk I Projekt eine Vorreiterrolle von der Idee bis zur Umsetzung eingenommen hat, weil schon in der Findungsphase die künftigen Betreiber involviert wurden.