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Millioneninvestition in das Krankenhaus Emmaus

Die Zentrale Notaufnahme, die Funktionsdiagnostik und der Sprechstundenbereich des Nieskyer Krankenhauses Emmaus werden abschnittsweise umgebaut. Dazu werden über 9 Millionen Euro investiert.

Im Januar starteten Vorbereitungen für die Baumaßnahmen, die vor allem die Zentrale Notaufnahme äußerlich sichtbar verändern werden. Die Investition am Krankenhaus Emmaus Niesky umfassen neben dem Anbau an die Notaufnahme auch den Umbau der Funktionsdiagnostik und des Sprechstundenbereiches sowie eine technische Modernisierungen der Stationen. Mit der Bausumme von etwas über 9 Millionen Euro geht das Krankenhaus auch einen Schritt hin zum digitalen Krankenhaus. Mitfinanziert werden diese Maßnahmen durch Fördermittel des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Zentrale Notaufnahme bekommt einen Anbau, in dem die Patienten einen großzügigen Wartebereich und einen zentralen Anmelde-Tresen finden werden. Die Anmeldung wird damit bequemer und manche Suche fällt weg, denn hierher können sich alle wenden, die zu einer ambulanten OP, einer Sprechstunde oder als Notfall kommen. Für diese Bereiche mussten sich Patienten bisher an verschiedenen Orten anmelden. Der Anbau wird darüber hinaus einen Raum für Voruntersuchungen sowie einen Pausen- und Arbeitsraum für Rettungskräfte beheimaten. Der Rettungsdienst erhält für die Anfahrt von Patienten zudem einen separaten Zugang, der vom Eingang anderer ambulanter Patienten getrennt ist. Nicht nur der Anbau bringt Neuerungen mit sich. Auch die Funktionsdiagnostik und der Sprechstundenbereich werden umgebaut. Die Planungen sehen hier eine Neusortierung aller Räume vor. Die einzelnen Funktionseinheiten sind dann zentralisiert, alle zusammengehörigen Räume der jeweiligen Bereiche zusammengelegt. Damit wird die Struktur des Hauses übersichtlicher und ist besser zu organisieren. Die Krankenhausleitung des Krankenhauses trennte 2017 die ambulante und stationäre Versorgung. Seitdem werden ambulante Patienten in einem eigens für sie eingerichteten Bereich versorgt. Bisher diente dafür die Station 4. Auch diese Patientengruppe wird bald in dem neugestalteten Bereich versorgt. Ein Umkleidebereich und Überwachungsraum stehen für sie dann auf einer Ebene mit der Funktionsdiagnostik und dem OP-Trakt zur Verfügung.

Modernisierungen beim Brandschutz und der IT-Technik

Im Zuge der Bauplanungen musste sich auch der Brandschutz einer genauen Prüfung unterziehen. Dabei stellte sich heraus, dass einige Brandschutzeinrichtungen modernisiert werden müssen, um den heutigen strengen Vorgaben gerecht zu werden. Daraus resultieren Umbauten, die auch das übrige Bestandsgebäude betreffen. Die umfangreichen Baumaßnahmen möchte die Krankenhausleitung zudem nutzen, um auch neue Anforderungen an ein digitales Krankenhaus zu erfüllen. So werden auf allen Stationen eine digitale Telefonanlage installiert und das WLAN wesentlich erweitert.

Bau in Abschnitten bei laufendem Betrieb

Die Baumaßnahmen im Krankenhausgebäude finden bei laufendem Betrieb statt. Um Einschränkungen bei der Patientenversorgung zu vermeiden, erfolgt die Umsetzung in Abschnitten. Zunächst wird die Verlegung des Eingangs zur Notaufnahme vorbereitet, damit der Anbau erfolgen kann. Ab dem Sommer soll die Baugrube für den Anbau ausgehoben und der Rohbau errichtet werden. Patienten und Besucher müssen dann vorübergehend den Eingang hinter dem Krankenhaus nutzen. Parallel beginnt die schrittweise Aufrüstung der Stationen, welche sich bis ins kommende Jahr zieht. Anschließend erfolgt abschnittsweise der Bau der Notaufnahme, 2024 des Sprechstundenbereiches und der Funktionsdiagnostik im Bestandsgebäude. Im selben Jahr ist eine IT technische Aufrüstung im OP-Saal geplant. Eine medizinische Versorgung ist jederzeit gewährleitet.