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Jazziger Sommer in Görlitz

Görlitz. Nach coronabedingtem Jubiläum im Herbst kehren die Jazztage Görlitz wieder zurück zum gewohnten Kalenderplatz.
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Der Auftritt von Matthew Whitaker musste schon zwei Mal verschoben werden. 2022 soll er endlich bei den Jazztagen spielen.

Der Auftritt von Matthew Whitaker musste schon zwei Mal verschoben werden. 2022 soll er endlich bei den Jazztagen spielen.

Foto: Taylor Brandt

Auf Wiedersehen im Vorsommer heißt es dieses Jahr bei den Jazztagen. Nachdem die Jubiläumsausgabe durch Corona im Herbst stattfand, soll dieses Jahr wieder im Sommer Jazz erklingen. Dabei bietet das Festival außerhalb der "Kernzeit" (8. bis 17. Juni) noch mehrere Sonderkonzerte. Zum Start wird das Theater Görlitz zum Tatort. Hier gastiert die als Wiener Kommissarin bekannte Schauspielerin Adele Neuhauser in einer musikalischen Lesung zusammen mit Edi Nulz, einem Trio dessen Sound mit Kammerpunkjazz treffend beschrieben ist.
 
Für die Hauptkonzerte in Görlitz lädt kulturzuschlag e.V., der das Festival mit Unterstützung von Kulturraum, Stadt, Sparkassenstiftung und Sächsischer Kulturstiftung und vielen Spendern zum 26. Mal organisiert, wieder ins Tivoli. Eines der Highlights: Der amerikanische Pianist Matthew Whitaker. Sein Auftritt musste bereits zweimal verschoben werden. Jetzt erfüllt sich für die Veranstalter ein echter Traum. "Seine Musikalität und sein Auftreten sind emotionales Adrenalin", sagt Friedemann Dreßler.
 
Und noch eine andere Band kam über die Bremer Jazzahead, Europas größte Messe des Genres nach Görlitz: Flat Earth Society Orchestra. Diese belgische Bigband sprengt laut Veranstalter "stilistische Ketten und pulverisiert letzte Legenden von alt-biederer Jazzmusik".
 
Vielfalt bleibt Markenzeichen der Jazztage und so sind Begegnungen mit schottischen, israelischen oder kolumbianischen Jazzern ebenso wichtig wie der Genuss von Prominenten und Senkrechtstartern der deutschen Szene. Mit "Still In The Woods" trifft Jazz auf Neo-Soul und Indietronics.
 
Die junge polnische Saxophonistin Marta Wajdzik beweist ihr international vielbeachtetes Talent in Görlitz. Ihr Quartett folgt im Juli und bietet den sommerlichen Ausklang in Zusammenarbeit mit dem IBZ Marienthal. "Solche Kooperationen machen das Programm reich und bündeln musikalische Perlen entlang der Neiße", so Friedemann Dreßler.
 
Details zum Programm, Hörproben und Infos zum Vorverkauf sind in Kürze auf der Homepage zu finden: www.jazztage-goerlitz.de.