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Geopark beendet zwei grenzübergreifende Projekte

Die Geschäftsstelle des Geoparks Muskauer Faltenbogen hat zwei Projekte mit ungarischen, slowakischen und tschechischen Partnern erfolgreich abgeschlossen.
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Nancy Sauer (rechts), Leiterin der Geschäftsstelle des Geoparks Muskauer Faltenbogen, im Gespräch mit den ungarischen Medien. Foto: Geoparkbüro

Nancy Sauer (rechts), Leiterin der Geschäftsstelle des Geoparks Muskauer Faltenbogen, im Gespräch mit den ungarischen Medien. Foto: Geoparkbüro

So sind nach einem guten halben Jahr die Kunstwerke des Internationalen Geoparkcamps aus dem Jahr 2014 wieder nach Döbern zurückgekehrt. Zuvor bereicherten sie die Ausstellung im Nationalpark-Besucherzentrum „Lavendelhaus“ in Tihany (Geopark Bakony-Balaton, Ungarn) und gaben damit Einblicke in das Camp, an dem sich im Juni und Juli 2014 24 Jugendliche aus Polen, Ungarn, Tschechien und Deutschland beteiligt hatten. Die Holz- und Tonreliefs, Keramikbecher und geschliffenen Gläser sowie die Gemälde waren in mehrtägiger Zusammenarbeit mit Handwerkern der Region in verschiedenen Workshops gefertigt worden. Unterlegt mit Bildern des Camps erzählten sie von der Rohstoff- und Industriegeschichte der Region und sollten die dortigen Besucher anregen, die Grenzregion um Weißwasser, Döbern und ??knica zu besuchen. Die Kunstwerke gehen jetzt an ihre jugendlichen Urheber zurück. Ein zweites Projekt brachte den Geoparkmachern vor allem zahlreiche Erkenntnisse beim Aufbau einer länderübergreifenden gemeinsamen Trägerstruktur für den Geopark. In drei Treffen, davon u. a. einem Besuch des Teams aus dem ungarisch-slowakischen Geopark Novohrad-Nógrád im Muskauer Faltenbogen, setzten sich die Teilnehmer auch mit Fragen der Netzwerkbildung im Bereich Umwelt und regionale Produkte und bezüglich der interkommunalen und länderübergreifenden Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen auseinander. An der Abschlusskonferenz im Geoparkzentrum nahe Salgótarján in Ungarn, die Ende August stattfand, hatten Corinna Rudolf und Nancy Sauer auch Gelegenheit, ihren Geopark vor zahlreichen, vornehmlich ungarischen und slowakischen Teilnehmern, zu präsentieren. Erfahrungspunkte bringt dieses Projekt vor allem für das Team vor Ort: der ungarisch-slowakische Geopark arbeitet bereits seit einem Jahr mit einem grenzübergreifenden Dachverband, dessen Modell sich durchaus auch auf die hiesigen Verhältnisse übertragen ließe.