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Förderung für den Pückler-Park mehr als verdoppelt

Der Bund und der Freistaat Sachsen erhöhen die institutionelle Förderung des Pückler-Parks in Bad Muskau. Bis 2024 gibt es vier Millionen Euro pro Jahr.
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Luftaufnahme Schloss Muskau im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Foto: Pawel Sosnowski

Luftaufnahme Schloss Muskau im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Foto: Pawel Sosnowski

Bund und Freistaat werden die Stiftung »Fürst-Pückler-Park Bad Muskau« auch in den kommenden Jahren bei den laufenden und investiven Kosten unterstützen. Ein entsprechendes Verwaltungsabkommen über die weitere institutionelle Förderung für die Jahre 2021 bis Ende 2024 unterzeichneten Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Ministerpräsident Michael Kretschmer am Montag in Bad Muskau. Kulturstaatsministerin Monika Grütters: »Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau trägt als einer der kulturellen Leuchttürme in Deutschland maßgeblich zur Attraktivität einer Region bei, die sich wegen des Kohleausstiegs mitten im Umbruch befindet. Er ist ein wichtiger Standortfaktor, sorgt für eine hohe Lebensqualität und trägt zur regionalen Identität bei. Umso wichtiger ist es auch dem Bund, dieses einmalige Gartenensemble für die nächsten Generationen zu bewahren.« In den nächsten Jahren werden die Aufgaben der Stiftung bei der Pflege, Unterhaltung und Entwicklung des Parks, aber auch angesichts des Strukturwandels in der Region deutlich zunehmen. Wesentliche Schwerpunkte bilden die Auswirkungen des Klimawandels auf den Park, die Entwicklung des Badeparks und neue Baumaßnahmen. Die Förderung hat sich mit dem neuen Verwaltungsabkommen mehr als verdoppelt. Von 2017 bis 2020 wurde ein laufender Zuschuss von jährlich 1,674 Millionen Euro gezahlt, wovon Bund und Freistaat Sachsen jeweils die Hälfte getragen haben. Der investive Zuschuss lag bei jährlich 452.000 Euro, ebenfalls jeweils zur Hälfte von Bund und Freistaat getragen. Ab dem Jahr 2021 erhält die Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ durch das neue Finanzierungsabkommen sowohl vom Bund als auch vom Freistaat jährlich für die laufenden Ausgaben rund 2 Millionen Euro, das heißt insgesamt rund 4 Millionen Euro. Der investive Zuschuss bleibt bei 452.000 Euro pro Jahr. Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: »Die Unesco-Welterbestätte Muskauer Park ist ein Meisterwerk der landschaftlichen Gartenkunst und steht als deutsch-polnisches Bindeglied für die erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Dies gelingt nur mit einer angemessenen finanziellen Ausstattung. Ich danke dem Bund und insbesondere Kulturstaatsministerin Monika Grütters, dass auf diesem Weg die Erhaltung und Weiterentwicklung des Muskauer Parks möglich wird.«

34 Millionen Euro für ein Bildungszentrum

Bereits im Jahr 2020 haben sich der Bund und der Freistaat Sachsen darauf verständigt, gemeinsam die Errichtung eines Besucher- und Bildungszentrums Muskauer Faltenbogen im Kavalierhaus des Muskauer Park zu finanzieren. An dem Investitionsvolumen in Höhe von 34 Millionen Euro beteiligt sich der Bund mit 14 Millionen Euro, der Freistaat trägt 20 Millionen Euro bei. Im März 2021 hat der Architektenwettbewerb für das Bauvorhaben in der Kernzone des Parks begonnen. In einer ersten Phase sind 59 Vorschläge eingegangen. Davon kamen zwölf in eine Vorauswahl, die die Architekten jetzt bis Ende September weiter ausarbeiten. In der nächsten Sitzung des Preisgerichts Ende September soll entschieden werden, wer den Zuschlag erhält.

Hintergrund

Die vom Freistaat Sachsen errichtete unselbständige Stiftung »Fürst-Pückler-Park Bad Muskau« hat die Aufgabe, das gesamtstaatlich kulturhistorisch bedeutsame Ensemble des Parks nach historischem Vorbild wiederherzustellen und den in Deutschland gelegenen Teil des Parks und die dazu gehörenden Gebäude zu sanieren und kulturell zu nutzen. Der Bund und der Freistaat Sachsen unterzeichneten erstmals im September 2013 ein Verwaltungsabkommen über die institutionelle Förderung der Stiftung. Das auf vier Jahre befristete Verwaltungsabkommen wurde im Jahr 2016 zu weitgehend unveränderten Konditionen für die Jahre 2017 bis 2020 verlängert.