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Berliner gewinnen Architektenwettbewerb

Das Landratsamt will am Standort Bahnhofstraße Görlitz Platz für zusätzlich 350 Mitarbeiter schaffen. Der Architektenwettbewerb für das Vorhaben ist inzwischen abgeschlossen. Die Entwürfe werden im Februar ausgestellt.
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Entwurf des neuen Verwaltungscampus. Quelle: Landratsamt Görlitz

Entwurf des neuen Verwaltungscampus. Quelle: Landratsamt Görlitz

Im März 2017 fasste der Kreistag den Beschluss, das Landratsamt am Standort Bahnhofstraße in Görlitz zu erweitern. Das passende Architekturbüro sollte in einem Architektenwettbewerb ermittelt werden. Geschehen ist das in einem offenen, zweiphasigen, anonymen Wettbewerb. Das heißt, dass die einzelnen Entwürfe nicht die Namen des jeweiligen Architekturbüros sondern nur Nummern trugen. Zur Gewährleistung der notwendigen Anonymität wurde ein Büro aus Dresden mit der Abwicklung des Wettbewerbes beauftragt. 69 Architekturbüros hatten sich um die Teilnahme beworben. 48, darunter auch internationale, reichten ihre Entwürfe ein. Bereits am 5. September wurde die erste Wettbewerbsphase abgeschlossen. Daraus waren zwölf Einreichungen hervorgegangen, die für die zweite Phase ausgewählt wurden, in der die Entwürfe präzisiert werden mussten.

Der Sieger kommt aus Berlin

Ein elfköpfiges Preisgericht, bestehend aus fünf Sachpreisrichtern und sechs Fachpreisrichtern, entschied sich schließlich am 19. Dezember einstimmig für den Entwurf des Architekturbüros S.E.K. Architektinnen aus Berlin. Der zweite Preis ging an das Büro Tchoban Voss Architekten (Hamburg, Berlin, Dresden) und Platz drei an Pfeiffer Architekten aus Berlin. Des Weiteren vergab das Preisgericht zwei Anerkennungen. Diese erhielten die beiden Berliner Büros Andreas Schwarz Architekt und NÄGELIARCHITEKTEN.     Damit können die Erstellung eines Raum- und Funktionsplanes und die eigentliche Planungsarbeit beginnen. Die Vorlage der Entwurfsplanung ist zum Jahresende vorgesehen. Dazu sind umfangreiche Detailaufgaben unter anderem in der Altbausubstanz, beim Neubau und der Tiefgarage zu lösen. Eine der größten Herausforderung wird die Einbindung in den Denkmalbestand sein. Die Fertigstellung des neuen Verwaltungscampus ist für 2021/2022 vorgesehen. Alle eingereichten Arbeiten werden ab 8. Februar für vier Wochen in einer Ausstellung im Landratsamt Görlitz zu sehen sein. Die Wettbewerbsbeiträge werden anschließend auch in der Jägerkaserne der Stadt Görlitz und im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZFBK) in Dresden gezeigt.

Veränderungen in den Außenstellen

Der Campus mit dann 700 Mitarbeitern bringt natürlich Veränderungen in den Außenstellen des Landratsamtes mit sich. Die größten Änderungen gibt es in Löbau. Statt der aktuell 320 Mitarbeiter hat die Kreisverwaltung nach Fertigstellung des neuen Campus nur noch 150 Beschäftigte in der Stadt. In der Zittauer Außenstelle sollen 20 der aktuell 270 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz nach Görlitz verlegen. Am Standort in Niesky wird die Zahl der Mitarbeiter von 190 auf 170 reduziert. Das Görlitzer Jobcenter soll ebenfalls auf den Verwaltungscampus ziehen. Auch der Standort Otto-Müller-Straße in Görlitz wird aufgegeben. Das Ordnungsamt zieht also ebenfalls um.


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