Carola Pönisch

Sachsenbad-Initiative will Bürgerforum

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Seit 26 Jahren ist das Sachsenbad nun schon geschlossen. Foto: Pönisch

Seit 26 Jahren ist das Sachsenbad nun schon geschlossen. Foto: Pönisch

Seit 2006 setzt sich die Sachsenbadinitiative im Verein Pro Pieschen e. V. für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes als Bad ein. 2014 wurde einen Konzeptvorschlag für ein Gesundheitsbad erarbeitet. Im Vergleich mit allen in Frage kommenden Nutzungen des Gebäudes wurde dabei die Nutzung als Gesundheitsbad von der Stadtverwaltung favorisiert und auch so bei der Immobilienmesse in München im Oktober 2018 unter dem Motto "Von der Badeanstalt zum integrierten Standort für moderne Gesundheitsvorsorge" angeboten. Verbunden damit ist die Option, dass ein künftiger Investor weitere Nutzungsideen einbringen und umsetzen kann.  Doch nun, kurz bevor der Stadtrat sich entscheidet, wie es in Sachen Sachsenbad weitergeht, gibt es bei den Mitgliedern der Sachsenbadinitiative Zweifel: "Uns ist bewusst, dass die Mehrheit des Stadtrates nicht bereit ist, für einen Badebetrieb Finanzen bereit zu stellen. Die Ausschreibung für ein Gesundheitsbad scheint uns daher nicht sehr Erfolg versprechend zu sein. Wir stellten uns die Frage, welcher private Investor ein Bad betreiben sollte, dass zwar durch reichlich vorhandene Flächen für die Vermietung an Arztpraxen, Physiotherapie und den wirtschaftlichen Betrieb einer Sauna Einnahmen generiert, die doch aus unserer Erfahrung heraus einen Badebetrieb nicht abdecken können?" Die Sachsenbadinitiavie fürchtet, das Gebäude könne an einen Investor verkauft werden, der zwar  eine Sauna berteibt, das Gebäude ansonsten aber anderweitig nutze. "Das geht unserer Auffassung nach am tatsächlichen Bedarf an notwendigen Wasserflächen für das Schwimmen und dem Rehasport im Stadtbezirk und der gesamten Stadt vorbei." Ein Bürgerforum herbeiführen  Die Initiative will nun ein Bürgerforum initiieren auf der Grundlage der im März 2019 verabschiedeten Dresdner Bürgerbeteiligungssatzung. Dafür sind 2 500 Unterschriften erforderlich. "Wir hatten bereits Mitte März Anlauf genommen, doch die Corona-Maßnahmen erschwerten das Auslegen der Listen zu sehr. Deswegen starten wir jetzt noch einmal neu durch." Listen liegen in verschiedenen Pieschner Läden aus und können auch heruntergeladen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit online zu unterschreiben