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Neue Grünkohlkönigin gekrönt

Dresden. Nachdem vier Jahre lang Kilian Forster das Amt als Dresdner Grünkohlkönig innehatte, übergab er das Zepter nun an seine Nachfolgerin - Carla Marschall.

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Zepterübergabe von Kilian Forster an Carla Marschall.

Zepterübergabe von Kilian Forster an Carla Marschall.

Foto: Meeco Communication Services

Gemeinsam mit dem Presseclub Dresden hatte das Hilton Dresden eine langjährige Tradition wiederbelebt und lud zum Dresdner Grünkohlessen 2020 ein. Damals wurde Jazztage-Dresden-Intendant Kilian Forster für ein Jahr zum Grünkohlkönig gewählt. Aus bekannten Gründen wurde die Regentschaft um ein Jahr verlängert und verlängert und verlängert. In dieser Zeit engagierte sich Kilian Forster mit der Aktion STUMME KÜNSTLER für die Unterstützung von Künstlern in der Coronazeit und wirkte damit weit über die Stadtgrenzen hinaus. Bis heute ist es ihm trotz großer Herausforderungen und auch kontroverser Diskurse gelungen, die Jazztage Dresden als wichtigen Teil im kulturellen Leben der Stadt und als größtes Jazzfestival seiner Art in Deutschland zu erhalten. Die Vielfalt der Konzerte lockt zwischen 20 und 30 Prozent Gäste von außerhalb an - auch das gehört zu seinen Verdiensten.

Jetzt, vier Jahre später, trafen sich zur Neuauflage 2024 rund 150 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft, darunter Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, zum Grünkohlessen im Hilton Dresden. Das Hilton Dresden und der Presseclub ernannten dabei Carla Marschall, Direktorin der "Dresden International School", zur Grünkohlkönigin und damit zur offiziellen Nachfolgerin Forsters. Die gebürtige US-Amerikanerin kam 2022 aus Singapur nach Dresden und war bereits an verschiedenen internationalen Schulen in Asien, der Schweiz und in Deutschland in Führungspositionen tätig. An der DIS werden etwa 500 Kinder und Jugendliche aus 50 Nationen mehrsprachig unterrichtet. Die Mehrsprachigkeit hat für Carla Marschall in der Pädagogik einen großen Stellenwert, denn sie beeinflusst auch den interkulturellen Austausch und die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln.

"So wie ich schon als Musiker immer international, genre- und grenzüberschreitend aktiv war, habe ich mich vier Jahre als Dresdner Grünkohlkönig nach bestem Gewissen für ein diskussionsfreudiges, aber immer faires Miteinander aller Gruppierungen in der Stadtgesellschaft eingesetzt und trotz aller Widrigkeiten versucht, Brücken zum Miteinander zu bauen", sagt Forster bei der Zepterübergabe an seine Nachfolgerin. "Ich wünsche Carla Marschall alles Gute für ihre Regentschaft verbunden mit dem Wunsch, dass sie weniger mit den Widrigkeiten des Daseins kämpfen muss als ich in den letzten vier Jahren."


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