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Enkel in Geldnot – Achtung Falle!

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Foto: Archiv

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Regelmäßig warnt die Polizei vor dem Enkeltrick. Diese Betrugsmasche ist auch bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden nicht unbekannt. Allein in den letzten fünf Jahren konnten mit Hilfe des Kreditinstitutes über 100 Fälle vereitelt werden. Andreas Rieger, Unternehmenssprecher der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, klärt auf, worauf gerade ältere Menschen achten sollten. Der sogenannte Enkeltrick, den es in unzähligen Varianten gibt, ist bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden nicht unbekannt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse werden mindestens einmal im Jahr dazu geschult und sind für das Thema sensibilisiert.

Die Betrugsmaschen sind allesamt sehr perfide. Die Kriminellen nutzen die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft der älteren Menschen gezielt aus, um an deren Ersparnisse zu gelangen. Die Täter geben sich als Verwandte, zum Beispiel als Nichte oder Enkel, oder als gute, alte Freunde aus. Sie täuschen vor, sich in einer akuten finanziellen Notlage zu befinden. Meist sind die Täter sehr gut geschult und setzen ihre Opfer durch eine psychologisch aggressive Gesprächsführung sehr stark unter Druck.

Als Sparkasse stehen wir im regelmäßigen Austausch mit der Polizeibehörde, informieren und warnen uns gegenseitig, wenn es vermehrt solche Vorfälle gibt. Besonders um Brücken- und an Feiertagen, wenn ältere Menschen längere Zeit alleine sind und mit den ihnen vertrauten Personen nicht reden können, häufen sich diese Vorfälle.

Immer wieder kommen ältere Kunden in die Filialen des Kreditinstitutes und wollen größere Mengen Bargeld abheben. Oft handelt es sich dabei um mehrere Tausend Euro. Teilweise sind es Summen, die den Großteil der finanziellen Rücklagen der Kunden ausmachen. In dieser Situation fragen die Mitarbeiter der Sparkasse nach den Beweggründen solcher ungewöhnlichen Bargeldabhebungen. Auch wenn manche Kunden diese Nachfragen als störend empfinden, dienen sie doch nur der Kundensicherheit. Selbstverständlich kann jeder Kunde unabhängig von seinem Alter über sein Geldvermögen verfügen. Aber in Zeiten von Überweisungen und elektronischen Zahlungsverkehr sind derartige Barsummen nicht alltäglich.

Zwei wichtige Tipps:

TIPP1:
Seien Sie misstrauisch, wenn angebliche Verwandte am Telefon um Geld bitten und dies ausdrücklich und unbedingt bar erhalten wollen. Im Zweifelsfall sprechen Sie mit anderen Familienmitgliedern, mit den Mitarbeitern der Sparkasse oder informieren sie die Polizei über diesen Anruf.

TIPP2:
Haben Sie nahen Verwanden oder Bekannten eine Verfügungs- oder Kontovollmacht für ihr Konto eingeräumt, bitten Sie ihren Bevollmächtigten doch bei der Bank oder Sparkasse auch seine Telefonnummer zu hinterlegen. So ist es leichter, den Bevollmächtigten in Zweifelsfällen mit dazu zu rufen. Weitere Tipps und Hinweise der Polizei Sachsen >>HIER<<