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Seit 25 Jahren im (Cottbuser) Filmfieber

25 Jahre – dieses silberne Jubiläum feiert bald auch das Cottbuser FilmFestival. An die Anfangstage kann sich Eberhard Nahly noch gut erinnern. Der einstige Mitarbeiter des Kulturamtes hat das Festival in den ersten zehn Jahren intensiv begleitet.
Eberhard Nahly (60) ist Mitbegründer des FilmFestivals Cottbus. Heute ist er Sachbearbeiter Internationale Beziehungen der Cottbuser Stadtverwaltung. Filmplakate, vor allem in polnischer Sprache, zieren die Bürowände des Kinofreundes. Foto: jho

Eberhard Nahly (60) ist Mitbegründer des FilmFestivals Cottbus. Heute ist er Sachbearbeiter Internationale Beziehungen der Cottbuser Stadtverwaltung. Filmplakate, vor allem in polnischer Sprache, zieren die Bürowände des Kinofreundes. Foto: jho

Wie viele Filme Eberhard Nahly bei „seinem“ Filmfestival schon gesehen hat, kann er nicht sagen. Wohl aber an den allerersten kann sich der Mitbegründer erinnern. „Das war damals noch ein DEFA-Film. ´Erster Verlust´ hieß dieser und er hat beim damals ersten FilmFestival sogar den Hauptpreis erhalten.“ Die Idee, in Cottbus ein FilmFestival zu etablieren, entstand Anfang 1990. Hintergrund, so erinnert sich Eberhard Nahly, war die Tatsache, dass durch die Privatisierung vieler Kinos die Filmlandschaft auszudünnen drohte. „Mit den Erfahrungen unserer Partnerstadt Saarbrücken initiierten wir im Herbst 1990 einen Probelauf. Dieser lief so gut, dass schon ein Jahr später das FilmFestival Cottbus an den Start ging.“ Über die Jahre hinweg nahm das Festival von Jahr zu Jahr Fahrt auch. Neben Eberhard Nahly galt vor allem Lutz Hattenbach als Pionier der Entwicklung des Festivals. Den Fokus, schon damals auf junge Filme aus Osteuropa zu setzen, sieht Nahly auch heute noch als das Schlüsselelement der erfolgreichen Entwicklung des Festivals: „Nach der Wende standen ja vor allem die Filme aus Osteuropa weniger im Fokus. Dem wollten wir eine Plattform geben. Und das macht auch heute noch den Reiz des Festivals aus.“ 1995 gelang dann der endgültige Durchbruch, als erstmals eine Vorstellung komplett ausverkauft war. Nach und nach entdeckten dann auch die Cottbuser wdieses kulturelle Kleinod immer mehr für sich. 2001 übernahm dann die Agentur Pool Production des Cottbusers Jörg Ackermann die Regie beim Festival. Längst war es an der Zeit, das Event auch wirtschaftlich auf solide Füße zu stellen. Das Cottbuser FilmFestival reizt Eberhard Nahly, der seit Anfang der 2000er die Rolle als Zuschauer eingenommen hat, noch immer. Auch in diesem Jahr hat er sich für die Zeit Urlaub genommen, plant „mindestens drei Filme am Tag zu schauen. Mehr geht aber nicht – ich bin ja kein Kritiker.“ Dem FilmFestival selbst bleibt er natürlich auch in Zukunft verbunden. Für dessen Zukunft wiederum wünscht er den Machern: „Wenn es uns gelingt, exklusiv zu bleiben, dann wird das FilmFestival auf dem Level der letzten Jahre bleiben. Viel Wachstum ist freilich nicht mehr drin, das ist ja auch eine Frage der Spielstätten.“
Informationen zum Programm des 25. FilmFestival Cottbus (3. bis 8. November) finden Sie im Internet:
www.filmfestivalcottbus.de


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