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Neues vom FC Energie

Energie-Präsident Sebastian Lemke gab nach der planmäßigen Mitgliederversammlung freimütig zu, beim Gang aufs Podium sehr angespannt gewesen zu sein.
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Andreas Kretzschmar (l.) und Gunnar Winkler. Foto: Georg Zielonkowski

Andreas Kretzschmar (l.) und Gunnar Winkler. Foto: Georg Zielonkowski

Wusste er doch allzu gut, dass er die Fans auf der Tribüne gleich über die schwierige Finanzlage des FCE konfrontieren muss. Und er über eine Umlage bei den Mitgliedern um finanzielle Hilfe wird bitten müssen. Hatte doch der Bau des Sozialtraktes im Südstadion Mehrkosten in Höhe von 140000 Euro. Doch waren die Sorgen von Präsident Lemke nach der Abstimmung zur Umlage spontan verflogen. Hatte sich doch die überwältigende Mehrheit der Stimmberechtigten gerade dafür entscheiden, pro Mitglied dem Verein mit je 120 Euro pro Vollzahler und mit 85 Euro pro ermäßigtes Mitglied komfortable zu helfen: »Wir nehmen das als Riesenkompliment, auch als einen Vertrauensvorschuss für den wir überaus dankbar sind. Wir werden alles daransetzen, dies in aller Dankbarkeit zurückzahlen. Am besten natürlich sportlich.« Keine Jubelstürme produzierten bei den Mitgliedern freilich die Aussagen von Verwaltungsrats-Chef Renè Markgraf. Der sprach von aktuellen Verbindlichkeiten in Höhe von 6,75 Millionen Euro. Noch immer wiegt das Darlehen zugunsten der Stadionerweiterungen vor langer Zeit noch tüchtig nach. Bemerkenswert, dennoch aber nachvollziehbar eine Novität bei den Mitgliederversammlungen des FC Energie Cottbus. Da von den aktuellen Verantwortlichen nicht alle zurückliegenden Geschäfte des Vereins nicht vollständig »durchleuchtet« werden konnten, schlug der Aufsichtsratsvorsitzende der Versammlung vor, im Zuge einer Abstimmung die Entlastung des Vor-Präsidiums zu verschieben. Auch hier waren sich die Versammlungsteilnehme einig, dem Vorschlag zu folgen. Anfangs stellte sich die neue Energie-Mannschaft den Gästen kurz vor, bevor Trainer Wollitz ans Mikrofon trat, um dabei um Verständnis für seinen Vertragsausstieg im Dezember 2019 zu bitten: »Ich entschuldige mich hier absolut ehrlich und von ganzem Herzen für meinen Schritt, der ein falscher war. Ich hatte zwar aufgrund des fehlenden Vertrauens seitens des Präsidiums keine andere Wahl, doch hätte ich trotzdem die Mannschaft nicht im Stich lassen dürfen.« Der kräftige Beifall der Fans bedeutete, dass sie die Wollitzsche Entschuldigung annahmen. Zwei neue Männer rückten nach dem Votum der Fans in den Verwaltungsrat nach, als Andreas Kretzschmar und Gunnar Winkler von den 564 Stimmberechtigten die Zustimmung erhielten. Kretzschmar ist Geschäftsführer der »SpreeGas Gesellschaft« und seit vielen Jahren Premiumpartner des FCE. Zu seinen Bewegründen, nun auch im Aufsichtsrat mitzuarbeiten sagt Andreas Kretzschmar: »Um uns in der Region noch enger zu vernetzen, möchte ich meine Ideen und Schaffenskraft einbringen, um den durch die jetzigen Verantwortlichen begonnenen Weg weiter voranbringen.« Gunnar Winkler wurde 1965 in Dresden geboren, er leitet seit 18 Jahren die Cottbuser DEKRA Niederlassung, die seit vielen Jahren ein treuer Partner und Sponsor des FC Energie ist. Er erklärt: »Als ich 2003 nach Cottbus kam, war ich sofort von der tollen Stimmung und dem engen Stadion begeistert. Nicht nur deshalb ist mir der FCE eine zur Herzenssache geworden. Ich will mit meiner ganzen Kraft das neue Präsidium unter Sebastian Lemke auf dem guten, soliden und transparenten Weg unterstützen.«


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