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LEAG zieht Bilanz: Kraftwerke zum Jahreswechsel gedrosselt

Die Lausitzer LEAG-Braunkohlenkraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg haben während der zum Teil stürmischen Witterung der vergangenen Tage die Anforderungen der Übertragungsnetzbetreiber flexibel erfüllt. Eine entsprechende Bilanz legte der Konzern heute in Cottbus vor.
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Das LEAG-Kraftwerk in Jänschwalde. Auf die Windspitzen in den letzten Tagen reagierte der Stromkonzern und senkte die Leistung seiner Braunkohlekraftwerke in der Lausitz um teilweise bis zu 25 Prozent. Foto: Archiv / jho

Das LEAG-Kraftwerk in Jänschwalde. Auf die Windspitzen in den letzten Tagen reagierte der Stromkonzern und senkte die Leistung seiner Braunkohlekraftwerke in der Lausitz um teilweise bis zu 25 Prozent. Foto: Archiv / jho

„Aufgrund der hohen Einspeisung erneuerbarer Stromerzeugung während der Weihnachtsfeiertage und der gleichzeitig deutlich geringeren Stromabnahme durch die Verbraucher und Industrie, haben unsere vier Kraftwerke ihre Leistung auf insgesamt 25 Prozent zurückgefahren, also von einer maximalen Gesamtleistung von 9000 MW (davon 920 MW von EnBW) auf ein zeitweises Minimum von 2284 MW“, informiert der Kraftwerksvorstand der LEAG, Hubertus Altmann.   „Entsprechend der volatilen Einspeisung erneuerbarer Energien wurden unsere Anlagen auch zwischen den Feiertagen und über den Jahreswechsel mehrmals an- und abgefahren worden, um ein Höchstmaß an Einspeisung erneuerbarer Stromerzeugung und die Netzstabilität zu gewährleisten. Aktuell reagiert unser LEAG-Kraftwerkspark hochflexibel auf die neuerlich hohe Windstromeinspeisung, ausgelöst durch das Sturmtief Burglind“, so Altmann.  Parallel zur maximal möglichen Lasteinsenkung durch den LEAG-Braunkohlenkraftwerkspark, mussten die Fernwärme- und Warmwasserversorgung für Cottbus, Spremberg, Hoyerswerda, Weißwasser, Boxberg und Leipzig sowie die Prozessdampfversorgung für das Industriegebiet Schwarze Pumpe aufrechterhalten werden. Zudem waren dem Netzbetreiber bis zu 930 MW Regelleistung vertraglich zugesichert worden, um diese zur Ausregelung der volatilen Einspeisung erneuerbarer Energien und des Strombedarfes im Bedarfsfall abrufen zu können. Beginnend mit dem 23. Dezember wurde die Leistung schrittweise an den einzelnen Standorten reduziert. Am Standort Jänschwalde wurden acht von zwölf Kessel außer Betrieb genommen. Ein 500-MW-Block in Jänschwalde wurde im Duo-Betrieb (2 mal 250 MW) gefahren, um unter anderem die Wärmeversorgung für die Stadt Cottbus abzusichern. Zeitweise wurde die Leistung am Standort Jänschwalde auf bis zu 646 MW eingesenkt. Dies entspricht einer Lasteinsenkung auf 21,5 Prozent. Am Standort Boxberg wurde Block R (675 MW) bereits am 23. Dezember vom Netz genommen. Am 24.12.erfolgte dann auch noch die Netztrennung vom Block N. Die Wärmeversorgung für die Ortschaften Weißwasser und Boxberg wurde am Standort durch die Blöcke P und Q sichergestellt. Am Standort Schwarze Pumpe wurde im Einblockbetrieb die Wärmeversorgung für die Städte Spremberg und Hoyerswerda, sowie die Prozessdampfversorgung für das Industriegebiet aufrechterhalten. Die Fernwärmeversorgung der Stadt Leipzig wurde am Standort Lippendorf durch den durchgängigen Betrieb von Block R garantiert.


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