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Souveräner Sieg gegen Tabellendritten

Im Topspiel des Spieltags der Staffel B gingen die Rödertalbienen erneut als Siegerinnen von der Platte. Gegen die zweite Mannschaft des Thüringer HC setzten sie sich deutlich mit 37:22 (15:7) durch. Damit behauptete der HCR auch die Tabellenführung vor den ebenfalls ungeschlagenen Frankfurterinnen.
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Die Gastgeberinnen begannen vor 250 Zuschauern im Bienenstock wie die Feuerwehr. Torhüterin Ann Rammer parierte den ersten Wurf des THC II. Im anschließenden Angriff netzte Leonie Meersteiner (5 Tore) von außen zur Führung ein. Nachdem Isabel Wolff (5 Tore) in der Deckung einen Pass abfing, erhöhte Tammy Kreibich (4 Tore) per Konter auf 2:0. Das 3:0 war in seiner Entstehungsart identisch mit dem 1:0 – Meersteiner schloss nach einem Pass von Julia Mauksch (5/2 Tore) erfolgreich ab. Auch Torhüterin Rammer lief bereits früh warm und glänzte mit einer Doppelparade. Auf der Gegenseite erhöhte Mauksch auf 4:0 nach nur drei gespielten Minuten – ein Start nach Maß. Die Bienen waren hellwach. Nachdem der Wurf von Wolff zunächst pariert wurde, landete der Abpraller bei Meersteiner, die das 5:1 erzielte. In der Deckung arbeitete die 5:1-Abwehr des HCR hervorragend. Ein Wurf der Gäste wurde geblockt. Den folgenden Konter vollendete Olesia Parandii (4 Tore) zum 6:1. THC-Trainer Ruben Arnold brachte nun eine zusätzliche Feldspielerin, um die Abwehr der Bienen zu knacken. Die Gastgeberinnen mussten sich vorwerfen, dass sie in dieser Phase gleich mehrfach gute Möglichkeiten liegen ließen, um den Vorsprung noch deutlicher zu gestalten. Der THC II verkürzte auf 7:3. Doch Jasmin Eckart (6/2 Tore), die erst per Strafwurf und dann nach einem Konter traf, und Wolff, ebenfalls nach einem Tempo-Gegenstoß, erhöhten auf 10:3. In der Folge agierten die Thüringerinnen deutlich besser in der Abwehr, sodass sich beide Mannschaften neutralisierten. Nach dem 13:7 nahmen die Gäste Wolff in Pressdeckung. Das nutzte Vanessa Huth (3 Tore), die zunächst mit vollem Einsatz einen Strafwurf herausholte. Eckart verwandelte erneut. Kurz darauf zog Huth bei sieben Metern selbst ab und erzielte den 15:7-Halbzeitstand. Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufhörte: Huth nutzte eine Lücke auf der halbrechten Position zum 16:7. Die Bienen setzten sich nach dem 18:8 durch Wolff (38. Minute) erst einmal nicht weiter ab. In der 43. Minute glänzte Torhüterin Ronja Nühse mit einem parierten Strafwurf. Kurz darauf leitete sie mit einem langen Pass das 21:10 durch Parandii ein. Der Thüringer HC II ließ nichts unversucht und öffnete nun sogar völlig seine Deckung. Die Bienen lösten diese Aufgabe aber ohne Probleme. Lara Steglich (2 Tore) erhöhte nach einem Sololauf auf 22:11. Kurz danach folgte der nächste Alleingang von Wolff zum 23:12. Anschließend war Kreibich nicht zu stoppen und erhöhte auf 24:13. Nach Toren von Parandii per Konter und Mauksch vom Sieben-Meter-Strich führte der HCR mit 26:14. Bis zur 54. Minute kämpften sich die Gäste noch einmal auf 31:20 heran. Doch die Bienen konterten mit einem 4:0-Lauf. Wolff nahm vor der Abwehr des THC Schwung auf und schloss zum 32:20 ab. Es folgte ein besonderer Moment im Bienenstock. Unter dem Applaus der Fans bejubelte Joyce Roeske (3 Tore) von der Außenposition ihr Premierentor im Bienentrikot zum 33:20. Sie schien Gefallen daran gefunden zu haben, denn sie legte direkt danach einen Heber zum 34:20 nach. Wolff baute den Vorsprung im nächsten Angriff auf 35:20 aus. Den Treffer zum 37:22-Endstand erzielte erneut Roeske nachdem sie sich im Eins-gegen-Eins souverän gegen ihre Gegenspielerin durchsetzte. Nach einem spielfreien Wochenende geht es um die alleinige Tabellenführung. Dann sind die Bienen beim Frankfurter HC gefordert. HCR-Trainerin Maike Daniels zum Spiel: „Das war insgesamt ein gutes Spiel und natürlich ein toller Auftakt. Trotzdem haben wir einige Chancen auf dem Weg zum freien Tor liegen gelassen. Aber die Mannschaft befindet sich in einem Lernprozess, dass sie solche Tore auch unbedingt machen will. Wir haben zurzeit nicht viele Alternativen. Daher möchte ich meinen Spielerinnen Respekt zollen. Sie müssen besonders auf den Halbpositionen viel rotieren und auch flexibel sein. Wir müssen mit den Kräften haushalten. Da tut uns das spielfreie Wochenende gerade gut.“


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