Sandro Paufler

Leckerer Käse aus Wehrsdorf

Wehrsdorf. Die Hofkäserei Vetter ist bekannt dafür, eigenen Käse zu produzieren und zu vermarkten. Der Familienbetrieb ist ein gutes Beispiel dafür, wie nachhaltig hochwertige und regionale Produkte erzeugt werden können.

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Bernd Vetter und seine drei Beschäftigten kümmern sich um die hochwertige Käseherstellung in Wehrsdorf. Auf dem Bild ist die würzige Käsesorte der »Alte Wehrsdorfer« zu sehen, der mindestens drei Monate reifen muss.

Bernd Vetter und seine drei Beschäftigten kümmern sich um die hochwertige Käseherstellung in Wehrsdorf. Auf dem Bild ist die würzige Käsesorte der »Alte Wehrsdorfer« zu sehen, der mindestens drei Monate reifen muss.

Foto: Sandro Paufler

Die Tür geht auf, es klingelt: Im Hofladen steht ein älterer Herr mit einem Einkaufszettel in der Hand. Er braucht Weichkäse und frische Milch. Für die freundliche Mitarbeiterin an der Theke kein Problem. »Wir haben viel Stammkundschaft aus der Region und auch aus dem Dresdener Raum«, berichtet Bernd Vetter von der gleichnamigen Hofkäserei aus Wehrsdorf.

 

So fing alles an

 

Im Jahre 1993 hatte Inge Vetter, die Mutter, den Mut und die Idee, die eigene Milch aus dem landwirtschaftlichen Betrieb zu verarbeiten. Dafür hatte sie in einer kleinen Garage angefangen und erstmal probiert, wie die Käseherstellung eigentlich funktioniert. Peu à peu hat sich aus dem anfänglichen Probieren ein richtiges Gewerbe entwickelt.

 

Käseherstellung ist ein echtes Handwerk

 

Heute können im Hofladen verschiedene Käsesorten, wie Blauschimmelkäse oder der »Alte Wehrsdorfer«, sowie Frischkäse, Joghurt, Quark und frische Milch angeboten werden. Das vier Mitarbeiter große Familienunternehmen benötigt im Monat circa 15.000 Liter Milch für die Käseproduktion. Dabei bezieht Bernd Vetter die Milch von seinem älteren Bruder, Thomas Vetter, der den familiären Landwirtschaftsbetrieb führt. Er kümmert sich um die 60 Kühe, die auf den eigenen Wiesen- und Weideflächen grasen. Gut die Hälfte der produzierten Milch kann für die Käserei verwendet werden. Die übrige Milch geht nach Radeberg zu den Heinrichsthaler Milchwerken.

Die Arbeit an den verschiedenen Käsesorten ist zeitaufwendig und komplex. Für einen einzigen Camembert benötigt es 100 Handgriffe. Aus 300 Litern Milch können sechs große »Alte Wehrsdorfer« Käselaibe produziert werden, die danach mindestens drei Monate lagern müssen. Je länger der Käse lagert, desto würziger wird er, erklärt der gelernte Gas-Wasser-Installateur Bernd Vetter, der nun auch im Metier der Käseherstellung ein Fachmann ist.

Die regionalen Produkte aus dem Hofladen werden seit Jahren gut angenommen. Doch Bernd Vetter merkt gerade in der aktuellen Zeit, dass die Kaufkraft nachlässt und die Kunden zurückhaltender einkaufen.

 

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