Sandro Paufler

Diskriminierungsdebatte: Karl-May-Spiele bleiben erhalten

Bischofswerda. Der Vereinsvorsitzende der Spielgemeinschaft »Gojko Mitic«, Uwe Hänchen, äußert sich zur Zukunft der Karl-May-Spiele in Bischofswerda.

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Sind die Karl-May-Spiele noch zeitgemäß? Der Vereinsvorsitzende Uwe Hänchen klärt auf, dass es auch in Zukunft Karl-May-Spiele geben wird.

Sind die Karl-May-Spiele noch zeitgemäß? Der Vereinsvorsitzende Uwe Hänchen klärt auf, dass es auch in Zukunft Karl-May-Spiele geben wird.

Foto: Peter Stürzner

In der aufgekommenen Diskriminierungsdebatte um »Winnetou« und das Wort »Indianer« sowie die Werken von Karl May äußerte sich nun Uwe Hänchen. Er ist der Vereinsvorsitzende der Spielgemeinschaft »Gojko Mitic« und verantwortlich für die Aufführungen auf der Waldbühne Bischofswerda. Er versicherte, dass die Besucher der Karl-May-Spiele in Bischofswerda keine komplett neuen Aufführungen befürchten müssen und fügt an: »Redfacing gab es auf unserer Bühne noch nie, bestimmte umstrittene Begriffe werden schon viele Jahre nicht mehr verwendet. Den edlen Winnetou wird es natürlich wieder geben. Ein Wilder war er in Bischofswerda noch nie. Die wirklichen Schimpfwörter bleiben den Bösewichten vorbehalten.«

Die Vertreibung der Indianer von ihrem Land und der Raub ihrer Bodenschätze sei laut Uwe Hänchen, nicht nur Teil der Konflikte im Karl-May-Spiel »Winnetou I«, es sind auch historische Tatsachen, so die ausführliche Begründung des Vereinsvorsitzenden.

Zudem bestehe in Bischofswerda eine Sonderform, denn die Spielgemeinschaft stehe nicht nur in der Tradition der Karl-May-Spiele, sondern mit dem Namen Gojko Mitic auch in der Tradition der DEFA-Indianerfilme. Und diese zeichnen ein sehr viel genaueres Bild der Ureinwohner Nordamerikas, so Hänchen weiter.

 

Erfolgreiche Spielzeit

 

Das Resümee der diesjährigen Spielzeit war von Erfolg gekrönt: Insgesamt sahen 12.000 Besucher die Aufführungen von »Old Surehand«, alle 22 Vorstellungen waren ausverkauft gewesen.

»Ein dickes Dankeschön geht an alle Darsteller, an die Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern, an alle ehrenamtlichen Mitstreiter, die Sponsoren, Partner, Helfer und unsere 12.000 Zuschauer«, zieht der Vereinsvorsitzende Uwe Hänchen sein Fazit.


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