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„Ich will mein Lebenswerk nicht zerschlagen“

Michael Stein liefert Beispiel für Unternehmensnachfolge

Jänschwalde. Der Cottbuser Unternehmer Michael Stein (65) hat seine Anteile an der KSC Anlagenbau GmbH in Peitz mit Hauptsitz im Kraftwerk Jänschwalde an die E u. G Energiebau GmbH Berlin (EuG) und eine Schwestergesellschaft der EuG übertragen. Damit liefert die Lausitzer Unternehmerpersönlichkeit ein Beispiel für gelungene Unternehmensnachfolge.

KSC ist seit 1996 mit ca. 170 Mitarbeitern erfolgreich in Kraftwerks- und kraftwerksnahen Dienstleistungen an mehreren Standorten tätig. Seit längerer Zeit verändert und erweitert die KSC ihr Geschäftsmodell. Neben anderen Geschäftsfeldern, wie zum Beispiel Müllverbrennungsanlagen, geht die Orientierung nun auch in Richtung dezentrale Energieversorgung. Das sei bei den aktuellen Strukturänderungen in der Lausitz erforderlich. „Bei dem Umbau des Unternehmens werden wir weiter unsere Bestandskunden, für die wir teilweise seit 20 Jahren arbeiten, bedienen. Aber gleichzeitig müssen wir in weitere Geschäftsfelder investieren,“ so KSC-Gründer Michael Stein.

Stein bringt diese Worte zum Ausdruck, als würde er noch in den nächsten Jahren die Zügel bei der KSC fest in der Hand haben. Doch Stein geht jetzt in den Ruhestand und hat mit „Wehmut, aber auch mit großem Vertrauen“ seine Anteile übertragen. KSC wird Tochtergesellschaft des Unternehmensverbundes EuG von Dr. Gerrit Fester. Dr. Fester (40) ist mit seinen Unternehmen Cottbuser Hochdruck, Hellmann Tiefbau und E u. G Anlagentechnik & Service GmbH seit vielen Jahren in der Region tätig. Die EuG wurde 1991 gegründet und bald zu einem verlässlichen Partner der Energieversorger in Berlin und Umgebung. Ab 2009 engagierte sich E u. G auch im Raum Cottbus. „Mit KSC und ihren sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern werden wir uns noch breiter am wirtschaftlichen Umbau der Lausitz beteiligen können“, so Dr. Fester. EuG möchte KSC Schritt für Schritt für die Energiewende weiter fit und unabhängig von der Kohlebranche entwickeln. „Wir beschäftigen uns mit zukunftsfähigen Insellösungen wie beispielsweise Solarthermie oder Blockheizkraftwerke. Hier werden dann auch die Kompetenzen von KSC eingebunden.“

Stein liefert mit seinem Abschied ein Beispiel für eine gelungene Unternehmensnachfolge. Oliver Huschga von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus versucht auch andere Unternehmen für eine rechtzeitige Unternehmensnachfolge zu sensibilisieren. „Jeder will dieses Thema ein Stück weit verdrängen.“ Ein Expertenteam, bestehend aus Steuerberatern und einem Rechtsbeistand solle dabei helfen. Die IHK bietet Unternehmern einen speziellen Nachfolgeservice. Rund 14.000 IHK-zugehörige Unternehmen in der brandenburgischen Lausitz werden, Stand August 2021, von Ü-55-Jährigen geführt. Ein Nachfolgeprozess laufe in der Regel bis zu sieben Jahren.

Als leitender Geschäftsführer der KSC agiert schon seit dem vergangenen Jahr Sven Köhler. Der gebürtige Hesse studierte an der BTU Cottbus Wirtschaftsingenieurwesen und wurde seit fast zehn Jahren von Stein an die Führungsposition herangeführt. „Mit dem jetzigen Unternehmerverbund haben wir eine große Chance, weiterhin gute Arbeit in der Region bieten zu können.“

„Ich will mein Lebenswerk nicht zerschlagen“, meint Stein emotional. Dafür hat er sich rechtzeitig um eine Unternehmensnachfolge gekümmert. „Damit ist er noch einer der wenigen weitsichtigen Unternehmer in der Region“, betont Oliver Huschga von der IHK.

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Eislöwen-Siegesserie gerissen

Dresden. Die Dresdner Eislöwen haben das Auswärtsspiel beim EHC Freiburg knapp verloren. Mit 1:2 mussten sich die Blau-Weißen am Sonntagabend geschlagen geben. Es ist die erste Niederlage nach vier Siegen in Folge. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit vielen Zweikämpfen und nur wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Die beste Gelegenheit im ersten Drittel hatten die Gastgeber durch Kiefersauer, der in Janick Schwendener im Eislöwen-Tor seinen Meister fand. Torlos ging es in die erste Pause. Im zweiten Spielabschnitt erwischten die Freiburger den besseren Start. Einen Konter schloss Scott Allen erfolgreich ab. Der Wölfe-Angreifer ließ Schwendener mit seinem Handgelenkschuss keine Chance. Zwischen Kopf und Fanghandschuh flog die Scheibe ins Netz. Zur Halbzeit kam das Team von Trainer Andreas Brockmann besser ins Spiel, erspielte sich gute Torchancen. Aber Luis Benzing im Freiburger Tor stand Schwendener in Nichts nach, fing alles weg, was auf seinen Kasten kam. Im Schlussabschnitt erhöhten die Eislöwen den Druck, konnten Benzing aber erneut noch nicht überwinden. In der 43. Minute schien der Freiburger Schlussmann bereits geschlagen, aber er bekam immer ein Körperteil noch dazwischen. Machtlos war er in der 45. Minute. Johan Porsberger wurde von Jordan Knackstedt freigespielt und ließ Benzing diesmal mit seinem platzierten Schuss keine Abwehrchance. Die Partie war offen, beide Teams suchten den Siegtreffer. Durch einen Fehler im Spielaufbau luden die Dresdner die Wölfe in der 54. Minute zum Konter ein. McLellan schafft mit einer Drehung Platz für Wittfoth, der mit seinem platzierten Schuss ins lange Eck zum 2:1 für die Breisgauer trifft. In den Schlussminuten machten die Eislöwen hinten auf, was zu weiteren Freiburger Kontern führte. Mit überragenden Reflexen verhinderte Schwendener die Entscheidung. Auf der Gegenseite wollte der Puck in den Schlusssekunden trotz Dauerfeuer der Eislöwen nicht mehr zum Ausgleich über die Linie. Andreas Brockmann, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Wir haben in der ersten Minuten zu passiv gespielt, sind dann aber besser reingekommen. Es war ein enges Spiel, Freiburg hat es uns sehr schwer gemacht. Wir haben nicht viele Situationen gefunden, um uns Chancen zu erarbeiten. Die Chancen die wir hatten, hat ein überragender Torhüter vereitelt. Gratulation an Freiburg, sie haben es richtig gut gemacht. Wir haben alles probiert, einen starken Janick Schwendener gehabt, aber es hat am Ende nicht mehr gereicht. Freitag geht es weiter.“ Am kommenden Freitag, 3. Dezember, 19.30 Uhr, treffen die Eislöwen zu Hause auf Ravensburg. (pm/Dresdner Eislöwen)Die Dresdner Eislöwen haben das Auswärtsspiel beim EHC Freiburg knapp verloren. Mit 1:2 mussten sich die Blau-Weißen am Sonntagabend geschlagen geben. Es ist die erste…

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