Detlef Bogott

125 Jahre Feuerwehr Welzow

Welzow. An dem 125-jährigen Jubiläum der Welzower Feuerwehr erinnern jetzt eine neue Drehleiter sowie ein Gedenkstein.

 Mit einem großen Fest feierte die Freiwillige Feuerwehr Welzow ihren 125. Geburtstag. Schon gegen 11 Uhr trafen sämtliche Feuerwehren aus der Region ein. Auch eine Abordung der Welzower Partnerfeuerwehr aus Polen war angereist. Zur Stärkung des Tages gab es Mittagessen aus der Gulaschkanone und Deftiges vom Grill. Im großen Festzelt sorgte der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bluno für Stimmung.

Ein erster Höhepunkt des Tages war die gemeinsame Ausfahrt aller Feuerwehren durch die Stadt Welzow. Um 14 Uhr folgte die Eröffnung des offiziellen Teils mit der Begrüßung der Gäste durch den Stadtwehrführer Bernd Aßmus. Weitere Gastredner meldeten sich zum Anlass des Tages zu Wort. Robert Buder als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes übermittelte seinerseits Anerkennung für die geleistete Arbeit der Kameraden im Brandschutz, der Technischen Hilfeleistung sowie im Katastrophenschutz und in der Verbandsarbeit: »Gerade in der heutigen Zeit, in der freiwilliges Engagement für die Gesellschaft immer mehr abnimmt, demonstriert Ihr, liebe Welzower Kameraden, was es heißt, sich für eine Sache aus Überzeugung stark zu machen. Leistungsfähigkeit und hervorragende Ausbildung sind der Garant für die Sicherheit unserer Mitbürger. Auf die erbrachten Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit in den örtlichen Strukturen könnt und müsst Ihr stolz sein«.

Zahlen zu den Einsätzen im vergangenen Jahr

Dafür sprechen auch die Zahlen zum Einsatzgeschehen im Rechenschaftsbericht für das Jahr 2018. Da stehen für die Feuerwehr Stadt Welzow und der Ortsfeuerwehr Proschim insgesamt 127 Einsätze zu Buche, davon 99 Brandeinsätze, 26 Technische Hilfeleistungen, eine Einsatzübung im Amt Altdöbern sowie eine Brandsicherungswache. Die Kameradinnen und Kameraden kamen so auf 189,5 Einsatzstunden und 1 302 Personenstunden. In beiden Wehren versehen acht Kameradinnen und 37 Kameraden ihren Dienst in den Einsatzabteilungen. Sieben Kameradinnen und 25 Kameraden gehören der Alters- und Ehrenabteilung an. Drei Kameradinnen und sechs Kameraden sind Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Desweiteren stehen für beide Wehren 15 theoretische und 35 praktische Übungen zu Buche.

Auszeichnungen vergolden125-jähriges Jubiläum

Die höchste Jugendfeuerwehrauszeichnung, mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold, konnte Kamerad Heino Wochnik gewürdigt werden. Der ehrenamtliche Welzower Stadtwehrführer Bernd Aßmus wurde mit der höchsten Verbandsauszeichnung, dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen geehrt. Bernd Aßmus ist seit 1970 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und seit 2009 Stadtwehrführer. Kameradin Sylvia Große und Kamerad Thomas Werner wurde das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße e.V. verliehen. Mit dem Brandenburger Feuerwehr-Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg in der Stufe Bronze wurde Kamerad Sandro Rösner geehrt.

Bereits im Juni dieses Jahres konnten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die neue Drehleiter in Welzow begrüßen. Zum 125-jährigen Jubiläum wurde das Fahrzeug offiziell in Dienst genommen. Stadtbrandmeister Carsten Kupsch, Bürgermeisterin Birgit Zuchold und Stadtwehrführer Bernd Aßmus zeremonierten die symbolische Schlüsselüberge. Danach erfolgte im Rahmen einer Ökumenischen Zeremonie die Enthüllung und Weihe des neuen Gedenksteines für die verstorbenen Kameraden der Welzower Wehr.

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Jenny Elbe beendet ihre Karriere

Dresden. Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin Jenny Elbe vom Dresdner SC die bittere Erkenntnis: Der Körper will nicht mehr. Mit 29 Jahren muss die mehrfache deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin von 2016 ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden. „Ich bin sehr traurig, diese Entscheidung treffen zu müssen. Somit ist der Traum von meinen zweiten Olympischen Spielen geplatzt. Es fällt mir unheimlich schwer, Abschied vom Leistungssport nehmen zu müssen. Aber die Gesundheit geht in diesem Fall vor! Ich bin sehr stolz und glücklich über alles, was ich erreicht habe und dankbar für all die Jahre, in denen ich gemeinsam mit meinem Vater und Trainer wunderschöne Erlebnisse und Erfahrungen in meinem Sport sammeln durfte. Dankbar bin ich vor allem meinem Verein DSC 1898, sowie meinen Sponsoren und Unterstützern, die an mich geglaubt haben und ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, sagte Jenny Elbe. Ihr Trainervater Jörg Elbe ergänzt: „Jennys schwerwiegendere Rückenverletzung hat sich nach einer dreimonatigen Rehaphase nicht entscheidend gebessert. Somit war für sie immer noch keine hundertprozentige Belastung im Training möglich, die für Weiten über 14 Meter benötigt wird. Auf ärztliches Anraten hin soll Jenny nicht springen und sich jetzt weiteren Therapiemaßnahmen unterziehen. Es ist ein herber Rückschlag, denn sie wollte nach Tokio und erst danach ihre lange Karriere beenden. Um das alles zu verarbeiten, hat sich Jenny erst einmal eine Auszeit genommen und wird erst ab dem 14. November wieder im Land sein.“ Bereits seit 2017 warfen Elbe wiederholt Verletzungen und Krankheiten zurück, so dass sie in den vergangenen zwei Jahren kaum Wettkämpfe bestritt. Zuletzt konnte sie sich hinter der deutschen Rekordhalterin Kristin Gierisch den Deutschen Vize-Hallenmeistertitel im Februar in Leipzig holen. Ihren letzten Wettkampf in Dresden bestritt Jenny Elbe am 18. Mai 2019, bei dem sie 13,92m erreichte. Danach musste sie verletzungsbedingt die Deutschen Titelkämpfe absagen und verpasste damit auch die WM in Doha. Seit 2012 gewann Elbe drei Deutsche Meistertitel sowie drei Hallenmeistertitel. Bei den Olympischen Spielen 2016 erreichte sie Rang 13. Bei der EM 2017 sprang Elbe auf Platz 6 und wurde 2014 Team-Europameisterin. Sie zählte in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Dresdner Sommersportlern. „Jenny hat seit ihrem ersten Deutschen Meistertitel in der U18 im Jahr 2006 sehr konstant gute und sehr gute Leistungen erbracht. Sie war ein Aushängeschild für den Verein und ein Vorbild für viele jüngere Athleten. Sie wird uns extrem fehlen. Wir wünschen ihr für ihre Zukunft nur das Beste“, sagte DSC-Abteilungsleiter Leichtathletik, Michael Gröscho.Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin

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