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Erste Messe ohne viel Gedränge

Elbe-Elster. Auch schon vor Corona hat es auf dem hiesigen Lehrstellenmarkt geknirscht. Seit 2019 können sich zukünftige Fachkräfte ihre Chefs nicht mehr uneingeschränkt selbst aussuchen.

Die »virale Verunsicherung« auf beiden Seiten, sowohl der Ausbildungsbetriebe als auch der  Platzbewerber, könnte die Lage nun noch etwas verschärfen. Bundesweit wird schon jetzt ein  Rückgang angebotener Ausbildungsplätze von rund neun Prozent registriert. Ein Kelch, der an unserem Heimatlandkreis mit Stand Ende Juni bisher vorrüberging. »Von den derzeit 757 von Firmen und Unternehmen zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätzen wurden bisher lediglich zehn wieder storniert«, freut sich Jean-Marie Ulrich, Teamleiter beim Arbeitgeberservice Elbe-Elster.

Auflage Nummer 23

Der Ausbildungsmarkt in unserer Region scheint also noch relativ ausgeglichen. Was auch einer Offensive geschuldet sein dürfte, die vom Landkreis und der Regionalen  Wirtschaftsförderungsgesellschaft vor 23 Jahren ins Leben gerufen wurde, dem jährlichen Tag der Ausbildung und Beschäftigung. Und der sollte eigentlich auch am 5. September wieder in gewohnter Form über die Bühne gehen, diesmal in Finsterwalde, allein ein Virus hat sein Veto eingelegt. Verzichten wollen die Macher aber nicht auf die Kontaktbörse zwischen potenziellen Fachkräften und Ausbildungsbetrieben.

Ohne Bratwurstbuden

Und so wird es am 7. Oktober erstmals eine virtuelle Ausgabe, ohne Messestandgetümmel und Bratwurstbuden, geben. »Wir bieten Unternehmen der Region die Möglichkeit, sich auf einem virtuellen Messestand zu präsentieren und so unkompliziert mit Ausbildungssuchenden in Kontakt zu treten. An diesem Tag, ein Mittwoch übrigens, bekommen dann die Schülerinnen und Schüler des Landkreises die Möglichkeit, den 23. Tag der Ausbildung via PC, Tablet, Chat- und Videofunktionen während des Unterrichts zu erleben«, sagt Bianca Tilch, Mitarbeiterin Unternehmensbetreuung Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster mbH.

Ein Format, welches 2020 ohne den beliebten »Ausbildungsstar« auskommen muss. Die Auszeichnung geht jedes Jahr an ein Unternehmen, das durch seine besonderen Anstrengungen zum Erhalt und zur Schaffung von Ausbildungsplätzen beigetragen hat. »Wegen Corona ist das in diesem Jahr leider nicht möglich. Auch hierbei setzen wir unsere Hoffnungen auf das kommende Jahr, wo der ›Ausbildungs-Star‹ in gebührender Form wieder in einem entsprechenden Rahmen vergeben werden soll«, so Landrat Christian Heinrich-Jaschinski.

Die Messe im Jahr 2021 soll nach heutiger Vorstellung wieder im bewährten Format stattfinden. Der Staffelstab bleibt bei Bürgermeister Jörg Gampe, und somit ist die Stadt Finsterwalde dann Ausrichter des 24. Tages der Ausbildung. Auch dafür wurde bereits ein Datum gefunden: der 4. September 2021. Im kommenden Jahr wird auch wieder die Verbindung zum Berufsorientierungsprojekt »Komm Auf Tour« hergestellt, das in der Woche davor durchgeführt wird und für die Schüler der Region eine gute Einstimmung sein soll.

Kontakte

Bei Interesse können sich Ausbildungsbetriebe mit mit den Wirtschaftsförderern in Verbindung setzen unter Telefon 035341 497150 oder via Internet unter: info@rwfg-ee.de.

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Elektro-Duo ist wieder zurück

Senftenberg. Groß ist die Freude im Institut für Maschinenbau und Management der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg in Senftenberg sowie beim Institut für Umwelttechnik und Recycling Senftenberg e.V. (IURS). Denn das im Sommer entwendete Fahrzeug DUO befindet sich wieder auf dem Campus, informiert BTU-Sprecher Ralf-Peter Witzmann. Bereits Ende November habe Kriminalhauptkommissar Mathias Baumgärtner vom Kriminalkommissariat der Polzeiinspektion Oberspreewald-Lausitz mitgeteilt, dass das Fahrzeug aufgefunden werden konnte. »Inzwischen wurde das in einem Senftenberger Garagenkomplex sichergestellte DUO wieder an die BTU zurückgeführt«, informiert Witzmann. Eigentümer des Fahrzeuges ist laut dem BTU-Sprecher das IURS. Das DUO sei ein wesentlicher Bestandteil der Lehrveranstaltung »Projekt International« im Maschinenbau und sei in diesem Rahmen auf einen elektrischen Antrieb umgerüstet worden. »Dank des Fahndungserfolges kann das Projekt nun im geplanten Umfang weitergeführt werden. Partner sind dabei im Nachbarland Polen die Universität Zielona Góra mit ihrer Fakultät für Maschinenbau sowie das Technische Gymnasium/Berufsschule Emilii Plater in Zgorzelec«, führt Witzmann aus. »Wir bedanken uns herzlich bei der Kriminalpolizei. Ganz besonders danken wir den Medien und der Bevölkerung für die Unterstützung bei der Suche und für die Hinweise, die letztlich zum Wiederauffinden des Fahrzeuges geführt haben«, betont Prof. Dr. Sylvio Simon, der Studiengangsleiter des Maschinenbaus und Vorsitzender des IURS e.V. ist. »Besonders gern würden wir uns bei der Person persönlich bedanken, die den entscheidenden Hinweis gab.« Für das aktuelle Jahr plane das IURS gemeinsam mit den Studierenden der Lehrveranstaltung »Projekt International«, sofern es die Situationen zulässt, die aktuellen Ergebnisse der E-Motorisierung des DUOs öffentlich vorzustellen.Groß ist die Freude im Institut für Maschinenbau und Management der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg in Senftenberg sowie beim Institut für Umwelttechnik und Recycling Senftenberg e.V. (IURS). Denn das im Sommer…

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