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Lebensretter gesucht!

Der 19-jährige Lenny braucht dringend einen Stammzellspender

Cottbus. Der 19-jährige Lenny aus Cottbus hat Blutkrebs. Nur ein passender Stammzellspender kann sein Leben retten. Seine Familie und Freunde setzen alle Hebel in Bewegung, um ihm eine zweite Chance auf Leben zu schenken. Gemeinsam mit der DKMS organisieren sie eine Online-Registrierungsaktion. Wer helfen möchte, gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann sich ein Registrierungsset nach Hause bestellen und so vielleicht zum Lebensretter werden.

Als talentierter Sportler besucht Lenny die Lausitzer Sportschule. Dort möchte er nächstes Jahr sein Abitur machen und anschließend Politikwissenschaften studieren. Doch plötzlich liegen alle Pläne auf Eis.

Lenny ist lange erkältet, fühlt sich müde und schlapp. Zunächst ignoriert er es, schiebt es auf eine „schlechte Phase“, die jeden Mal trifft. Doch dann verliert er deutlich an Gewicht und bekommt immer schlechter Luft. Die Atemnot wird so schlimm, dass er die Notaufnahme aufsucht. Röntgenaufnahmen zeigen, dass er extrem vergrößerte Lymphknoten hat, die auf die Luftröhre drücken. Einige Knoten werden entfernt und näher untersucht, zeitgleich führen die Ärzte eine Knochenmarkpunktion durch. Die Diagnose verändert alles: Lenny hat Leukämie. Sehr schnell steht fest, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit nur ein passender Stammzellspender sein Leben retten kann. Er wird in die Dresdner Uniklinik verlegt, dort erhält er aktuell eine Hochdosis-Chemotherapie.

Nach dem anfänglichen Schock haben Lenny und seine Familie den Kampf aufgenommen. Aufgeben ist für sie keine Option. Die komplette Familie steht hinter ihm. Seine Mutter Claudia weicht nicht mehr von seiner Seite. Und seine Freundin Charleen reist so oft es geht zwischen Cottbus und Dresden hin und her, um bei ihm zu sein. „Es gibt nur einen Weg und der heißt mit Hoffnung vorangehen – egal, wie steinig und schwer es wird“, sagen beide einstimmig. Familie und Freunde halten zusammen und schöpfen alle Möglichkeiten aus, die es gibt. Auch seine Lehrer unterstützen ihn in dieser Zeit, so gut es geht. Das alles gibt Lenny Halt. Nie ist er alleine. Seine zwei besten Freunde und Charleen versuchen ihn durch ihre Anwesenheit von der Krankheit ein wenig abzulenken. „Ich bin froh und erleichtert, wenn ich sehe, wie Lenny von Menschen umgeben ist, die alles für ihn tun. Er hat es aber auch wirklich verdient. Lenny ist ein sozialer, weltoffener, neugieriger und immer hilfsbereiter Mensch. Er trainiert eine Kindermannschaft des FC Energie Cottbus und ist immer für andere da. Jetzt ist er es, der Hilfe braucht“, berichtet seine Schwester Julia, die sich ebenfalls sehr um ihren „kleinen“ Bruder sorgt.

Doch alleine kann er es nicht schaffen. Nur ein passender Stammzellspender kann sein Leben retten. Deshalb haben Familie und Freunde gemeinsam mit der DKMS innerhalb weniger Tage eine Online-Aktion ins Leben gerufen. Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto größer sind die Überlebenschancen für Lenny. Denn nur wer registriert ist, kann auch als Lebensretter gefunden werden. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der durch das Virus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 finden Registrierungsaktionen aktuell nicht wie üblich an einem zentralen Veranstaltungsort statt, sondern werden seit März 2020 online durchgeführt. Um die Gesundheit aller Menschen bestmöglich zu schützen, hält die DKMS bis auf Weiteres daran fest, öffentliche Veranstaltungen vor Ort durch Online-Aktionen zu ersetzen.

„Wir sind froh und erleichtert, dass wir auch in Zeiten der Corona-Pandemie mit dieser Online-Aktion einen sicheren Weg für alle Spender gefunden haben. Blutkrebs kann jeden treffen. Lenny ist gerade 19 Jahre geworden, er hat sein ganzes Leben noch vor sich. Er hat einen großen Traum: Mit seiner Freundin Charleen möchte er sich in einem VW-Bus auf den Weg machen und andere Kulturen kennenlernen. Vielen Menschen macht das Fremde Angst. Ihn macht es neugierig. „Wir wünschen uns nichts mehr, als dass Lenny wieder gesund wird und dieser Traum für ihn und Charleen in Erfüllung geht. Deshalb bitten wir alle: Nehmt an dieser Aktion teil und lasst euch registrieren. Damit schenkt ihr ihm die Chance auf ein zweites Leben. Für euch sind es nur fünf Minuten Zeit, für Lenny bedeutet es ein ganzes Leben. Allen, die an der Aktion teilnehmen, danken wir von ganzem Herzen,“ so Lennys Familie.

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Lenny und anderen Patienten helfen und sich mit wenigen Klicks die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen. Die Registrierung geht einfach und schnell: Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen und anschließend per Post zurücksenden, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit registrieren ließen, müssen nicht erneut teilnehmen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung. Besonders wichtig ist es, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhautabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

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"Die Abrafaxe in Sachsen"

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„Bildungsflanke – Dynamo Dresden“ ins Leben gerufen

Dresden. Zum zehnjährigen Jubiläum des „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“-Aktionsspieltages startet die SGD zusammen mit der antirassistischen Faninitiative „1953international“ mit der „Bildungsflanke – Dynamo Dresden“ ein ganzheitliches pädagogisches Bildungsprojekt für junge Menschen. Über eine jährlich stattfindende, mehrtägige Bildungsreise an einen Ort von historischer Bedeutung soll den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen ein kritisches und reflektierendes Bewusstsein für politische und gesellschaftliche Prozesse vermittelt werden. Eingebettet wird die Bildungsreise in ein altersgerechtes, abwechslungsreiches und sportives Rahmenprogramm. „Mit der Bildungsflanke wollen wir gemeinsam mit ‚1953international‘ sowie allen beteiligten Partnern etwas Neues und Nachhaltiges schaffen, das die Bedeutung von Toleranz, Akzeptanz und Weltoffenheit für Kinder und Jugendliche erlebbar in einen historischen Kontext setzt. Seit vielen Jahren sind diese Werte ein unabdingbarer Teil der Vereinsidentität der Sportgemeinschaft, die wir gerne an die nächste schwarz-gelbe Generation weitergeben möchten“, erklärte Interimsgeschäftsführer Enrico Kabus. Im Rahmen der FARE-Aktionswochen zum Heimspiel gegen den FSV Zwickau am 20. Oktober werden Dynamos Drittliga-Profis das Logo der „Bildungsflanke“ auf dem Trikotärmel präsentieren. Als erstes Ziel der Bildungsreise wurde mit Dresden nicht nur die Heimat der SGD ausgewählt, sondern zugleich eine Stadt, die sich durch ihre große historische Bandbreite optimal als Startpunkt für dieses Projekt eignet. Dabei werden die beiden U13-Mannschaften der SG Dynamo Dresden und des FSV Zwickau gemeinsam auf ein zwei- bis dreitägiges Bildungstrainingslager in der sächsischen Landeshauptstadt fahren, in welchem neben einem Workshop, einem Freundschaftsspiel und einem Teamabend auch ein Rundgang im Schweizer Viertel in Zusammenarbeit mit dem „Stolpersteine für Dresden e.V.“ geplant ist. Abhängig von den entsprechenden Orten wird das pädagogische Angebot jedes Jahr aufs Neue angepasst und überarbeitet. Generell richtet sich die „Bildungsflanke“ an Kinder und Jugendliche aus Dynamos Nachwuchs Akademie sowie an Kooperationsvereine, Schulklassen oder weitere soziale Einrichtungen im Dynamoland. (pm/SG Dynamo Dresden)Zum zehnjährigen Jubiläum des „LOVE DYNAMO – HATE RACISM“-Aktionsspieltages startet die SGD zusammen mit der antirassistischen Faninitiative…

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