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Wirtschaft fordert mehr Tempo

Südbrandenburg. Im Zuge des Green Deal mit dem Ziel bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, hat die EU-Kommission mit dem Just Transition Fund (JTF) einen Fördertopf geschaffen, der den gerechten Übergang der zustehenden EU-Mittel für die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen sichert.

Die EU gewährt Deutschland rund 2,3 Milliarden Euro, rund 785 Millionen Euro stehen für Brandenburg bereit. Dabei sind drei Säulen für den Just Transition-Mechanismus tragend. Die Gewährung von Finanzhilfen aus dem JTF, eine spezielle Regelung im Rahmen des Förderprogramms InvestEU, die es ermöglicht, private Investitionen zu erschließen sowie eine Darlehensgewährung der Europäischen Investitionsbank für den öffentlichen Sektor, um zusätzliche Investitionen zu mobilisieren. Die Gelder sollen für die wirtschaftliche Diversifizierung der von der Energiewende am stärksten betroffenen Gebiete verwendet werden, sowie für die Umschulung und aktive Eingliederung betroffener Arbeitnehmer.

Beim Brandenburger Wirtschaftsministerium haben die Kammern und Verbände ihre Expertise zur Ausgestaltung und Umsetzung des Programms auf Landesebene bereits eingebracht. Jetzt drängen sie auf mehr Geschwindigkeit, auch hinsichtlich der Abstimmung mit Sachsen. Vor allem die Zugangsbedingungen müssen nach Ansicht der Wirtschaft absolut niedrigschwellig ausgestaltet und Förderkriterien von Investitionen flexibel gefasst werden. Nur so können Maßnahmen zugunsten moderner digitaler Prozesse, energiesparender Produktion sowie neuer Produkte und Märkte unterstützt werden.

Jens Warnken, Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus betont: »Die JTF-Mittel in Brandenburg müssen in vollem Umfang für die gewerbliche Wirtschaft und insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen zur Verfügung stehen. Ein auf Anhieb verständliches Antrags-, Bewilligungs- und Abrechnungsverfahren ist enorm wichtig, um schnell über die Gelder bis Ende 2023 und im zweiten Zug bis Ende 2027 zu entscheiden. Das Geld dann in Projekten zu verplanen, entwickelt sich für Unternehmen zum echten Spurt und nicht zum Marathon.«

Knut Deutscher, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Cottbus sagt: »Der Strukturwandel trifft in erster Linie die Klein- und mittelständischen Unternehmen. Wir begrüßen es daher, dass das Brandenburger Wirtschaftsministerium bei der Umsetzung der JTF-Gelder die Expertise und die Vorschläge der Wirtschaft aufnimmt. Nur gemeinsam und durch eine gezielte Förderung können Politik und Lausitzer Wirtschaft den Strukturwandel zum Erfolg führen.«

Michael Stein, stellvertretender Vorsitzender Wirtschaftsinitiative Lausitz und ehemaliger Geschäftsführer Kraftwerks-Service Cottbus Anlagenbau GmbH bekräftigt: »Als langjähriger Unternehmer mit Standorten in der brandenburgischen wie auch sächsischen Lausitz ist es enorm wichtig, doppelte Antragsverfahren und unterschiedliche Förderkriterien auszuschließen. Wir appellieren daher an die Länder Brandenburg und Sachsen, sich bei der Umsetzung des JTF im Sinne der betroffenen Unternehmen unbedingt abzustimmen.«

Ralf Henkler, Geschäftsführer Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) unterstreicht: »JTF-Fördermittel müssen für alle Branchen bereit stehen. Unternehmen, die den Strukturwandel bewerkstelligen müssen und aktiv am Ziel der EU-Klimaneutralität bis 2050 mitwirken, sollten davon profitieren können. Förderausschlüsse wie bei der GRW-Förderung darf es nicht geben.«

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Eislöwen-Siegesserie gerissen

Dresden. Die Dresdner Eislöwen haben das Auswärtsspiel beim EHC Freiburg knapp verloren. Mit 1:2 mussten sich die Blau-Weißen am Sonntagabend geschlagen geben. Es ist die erste Niederlage nach vier Siegen in Folge. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit vielen Zweikämpfen und nur wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Die beste Gelegenheit im ersten Drittel hatten die Gastgeber durch Kiefersauer, der in Janick Schwendener im Eislöwen-Tor seinen Meister fand. Torlos ging es in die erste Pause. Im zweiten Spielabschnitt erwischten die Freiburger den besseren Start. Einen Konter schloss Scott Allen erfolgreich ab. Der Wölfe-Angreifer ließ Schwendener mit seinem Handgelenkschuss keine Chance. Zwischen Kopf und Fanghandschuh flog die Scheibe ins Netz. Zur Halbzeit kam das Team von Trainer Andreas Brockmann besser ins Spiel, erspielte sich gute Torchancen. Aber Luis Benzing im Freiburger Tor stand Schwendener in Nichts nach, fing alles weg, was auf seinen Kasten kam. Im Schlussabschnitt erhöhten die Eislöwen den Druck, konnten Benzing aber erneut noch nicht überwinden. In der 43. Minute schien der Freiburger Schlussmann bereits geschlagen, aber er bekam immer ein Körperteil noch dazwischen. Machtlos war er in der 45. Minute. Johan Porsberger wurde von Jordan Knackstedt freigespielt und ließ Benzing diesmal mit seinem platzierten Schuss keine Abwehrchance. Die Partie war offen, beide Teams suchten den Siegtreffer. Durch einen Fehler im Spielaufbau luden die Dresdner die Wölfe in der 54. Minute zum Konter ein. McLellan schafft mit einer Drehung Platz für Wittfoth, der mit seinem platzierten Schuss ins lange Eck zum 2:1 für die Breisgauer trifft. In den Schlussminuten machten die Eislöwen hinten auf, was zu weiteren Freiburger Kontern führte. Mit überragenden Reflexen verhinderte Schwendener die Entscheidung. Auf der Gegenseite wollte der Puck in den Schlusssekunden trotz Dauerfeuer der Eislöwen nicht mehr zum Ausgleich über die Linie. Andreas Brockmann, Cheftrainer Dresdner Eislöwen: „Wir haben in der ersten Minuten zu passiv gespielt, sind dann aber besser reingekommen. Es war ein enges Spiel, Freiburg hat es uns sehr schwer gemacht. Wir haben nicht viele Situationen gefunden, um uns Chancen zu erarbeiten. Die Chancen die wir hatten, hat ein überragender Torhüter vereitelt. Gratulation an Freiburg, sie haben es richtig gut gemacht. Wir haben alles probiert, einen starken Janick Schwendener gehabt, aber es hat am Ende nicht mehr gereicht. Freitag geht es weiter.“ Am kommenden Freitag, 3. Dezember, 19.30 Uhr, treffen die Eislöwen zu Hause auf Ravensburg. (pm/Dresdner Eislöwen)Die Dresdner Eislöwen haben das Auswärtsspiel beim EHC Freiburg knapp verloren. Mit 1:2 mussten sich die Blau-Weißen am Sonntagabend geschlagen geben. Es ist die erste…

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