dd

1. Bienenfachtagung in Forst

Experten erstellen Aufgabenplan

Im Oktober kamen in Forst Imker, Landwirte, Naturschutzorganisationen, Vertreter aus Wissenschaft und Politik sowie Vereinen und Verbänden zusammen, mit dem Ziel, die Lebensbedingungen der Bienen zu verbessern und sich in der Zusammenarbeit zu vernetzen.

»Die Bienen brauchen uns Menschen nicht, aber wir brauchen die Bienen. Ohne unsere fleißigen Helfer in schwarz und gelb, gäbe es weder die farbenfrohe Blütenpracht im Garten noch den leckeren Honig am Frühstückstisch. Von der Landwirtschaft und vielen anderen Lebensmitteln ganz zu schweigen,« sagte Landrat Harald Altekrüger in seinem Grußwort.

Im Fokus der Bienentagung standen Probleme wie Bienenkrankheiten und Parasiten, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie das schwindende Nahrungsangebot für Bienen. Ziel der Veranstaltung war es, die unterschiedliche Interessenvertreter und Akteure zusammenzubringen und im Dialog auszuloten, welche Schwerpunkte bei der Zusammenarbeit von Landwirten und Imkern relevant sind und welche Optimierungsmöglichkeiten es gibt. Dabei wurden vordergründig die Themen Glyphosat, Unterstützung der Imker und Landwirte in ihrer Zusammenarbeit und die Durchsetzung von Blühstreifen erörtert. Die aktuellen Probleme der Bienenhaltung sowie der Insektenbestäubung wurden in der Konferenz umfassend reflektiert.

Abschließend wurden die Ergebnisse der Zusammenkunft zusammengefasst und ein 6-Punkte-Aufgabenplan erstellt. Dieser beinhaltet die Aufgaben, die zukünftig notwendig sind, um die Lebensbedingungen der Bienen nachhaltig zu verbessern. Wichtig ist allen Beteiligten die Verbesserung der Kommunikation zwischen Landwirten und Imkern. Nachgedacht wird über die Einführung von webbasierten Standortkameras der Bienenhalter und der Landwirte sowie über Handylisten, die über geplante Maßnahmen informieren sollen. Die Förderung von Blühstreifen und die Veränderung der Grünflächenpflege in den Kommunen wurden als immens wichtig erachtet. Dabei gilt auch, das Bewusstsein der Bevölkerung zu schulen, denn um den Bienen Nahrung zu bieten, ist es wichtig nicht alle blütenreichen Rasenflächen gleichzeitig zu mähen. Ebenso soll weiterhin auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen und der Öffentlichkeit gesetzt werden.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

weiterlesen