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Forster Marktplatz wird zur Werkstatt

Wie können wir Gegenstände länger erhalten? Was tun, um die Trockenheit in den Griff zu bekommen? Welche Ideen gibt es für mehr Mobilität?

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Jeder ist eingeladen, die Werkstatt zu entdecken, Geräte auszuprobieren, mitzudiskutieren oder defekte Dinge zu reparieren.

Jeder ist eingeladen, die Werkstatt zu entdecken, Geräte auszuprobieren, mitzudiskutieren oder defekte Dinge zu reparieren.

Foto: Foto: MoFab

Mit diesen Fragen und unter dem Motto »reparieren, erhalten, erfinden« wird der Marktplatz vor der Stadtkirche Sankt Nikolai vom 1. bis 3. Juli zur »Offenen Werkstatt«.

Forst(pm/dda). »Über die Probleme und den Strukturwandel in der Lausitz wird viel geredet. Zu viel, wie wir meinen. Lasst uns lieber anpacken und den Fokus auf das richten, was bei uns vor Ort gebraucht wird«, das sagen die Macher hinter MoFab. Das Netzwerk »Offener Werkstätten« laden dazu ein, von Freitag bis Sonntag die Möglichkeiten offener Werkstätten in verschiedenen Formaten kennenzulernen. Am Freitag wird es von 18 bis 22 Uhr ein Reparaturcafé geben, zu dem gerne kaputte Geräte mitgebracht werden können. Es werden die mobilen Werkstätten gezeigt und es kann gebastelt, gebaut, repariert, erfunden und sich ausgetauscht werden.

Am Samstag findet von 10 bis 18 Uhr ein Netzwerktreffen statt. Hierbei gibt es dann Vorträge und Möglichkeiten, sich in digitalen Fertigungsmethoden auszuprobieren und sich auszutauschen. Hierfür stehen zwei Bühnen zur Verfügung, die mit Themen, Geschichten und innovativen Ideen gefüllt werden wollen. Am Sonntag können Interessierte von 10 bis 16 Uhr den Strukturwandel erleben. Zudem wird es noch eine Möglichkeit zur Fahrrad Selbsthilfewerkstatt geben, bevor unter dem Motto: »Strukturwandel erfahren!« aufs Land gefahren wird. Geplant ist ein gemeinsamer Ausflug in das Lausitzer Strukturwandel-Gebiet (sieben Busplätze oder nachhaltig mit Fahrrädern).»Viele Menschen in der Lausitz haben gute Ideen. Oft fehlt es nur an Orten und speziellen Fertigkeiten zur Umsetzung. Diese wollen wir zeigen und vermitteln sagt«, Magnus Busch, Sprecher des Netzwerks der Offenen Werkstätten Brandenburg. »Räume, in denen gewerkelt wird, betreiben wir schon lange, jetzt kann sich direkt inklusiv ausgetauscht, ausprobiert und Projekte gemeinsam initiiert werden«, so Elvira Schneider, AWO RV BB Süd. MoFab ist ein Projekt des Netzwerkes Offener Werkstätten Brandenburg und wird durch den Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., den AWO Regionalverband Brandenburg Süd e.V., den Wissenschaftsladen Potsdam e.V. und die Universität Potsdam, mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Prozesse und Systeme, forschend begleitet und umgesetzt. Sie sind offene Orte, um möglichst jedem Menschen Zugang zu Werkzeugen und Technologien zu geben. Sie dienen aber auch als Treffpunkte von Gemeinschaften zu verschiedenen Themen von der Holzbearbeitung, über 3D-Druck und Software-Programmierung zu Cosplayern. Das Netzwerk Offener Werkstätten Brandenburgs wurde 2016 gegründet, um FabLabs, Makerspaces und Werkstätten aller Art aus Brandenburg zusammen zu bringen und ihre Angebote bekannter zu machen.

Für eine Teilnahme am Freitag oder Samstag ist nicht zwingend eine Anmeldung erforderlich. Jeder kann einfach so vorbeikommen. Für den Ausflug am Sonntag ist jedoch eine Anmeldung unter www. offene-werkstaetten-brandenburg.de wichtig, damit die Veranstalter planen können.