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Arztdiagnose: Endlich verständlich

Dippoldiswalde. Im ländlichen Raum sollen Gesundheitsterminals den Patienten Wege und Informationen erleichtern. Neuerdings steht so ein Apparat auch im Dippser Klinikum. Was kann der so?

 Insgesamt 225 sogenannter Gesundheitsterminals sollen in Sachsen installiert werden, vornehmlich in Apotheken, Medizinischen Versorgungszentren, Arztpraxen und Kliniken. 50 dieser Touchscreen-Geräte sind mittlerweile in Betrieb. Auch im Foyer des Helios Weißeritztal-Klinikums in Dippoldiswalde steht nun eins. Neben einem bedienbaren Bildschirm verfügt das Terminal über eine Kamera, ein Kartenlesegerät, einen Belegdrucker und zwei Infotainment-Displays.

Die wohl nützlichste Funktion ist der Diagnoseübersetzer. »Patienten können sich hier den Diagnosecode des Arztes verständlich aufschlüsseln lassen«, sagte Bernd Amann, Regionalgeschäftsführer der »IKK classic«. Die Krankenkasse ist neben der »DAK-Gesundheit« Kooperationspartner des neuen Systems. Das Einsehen der Gesundheitskarten-Daten, die Arztsuche und die Berechnung des eigenen Body-Mass-Index sind weitere Funktionen. Ferner kann sich der Patient über gesundheitsrelevante Themen informieren.

Versicherten der beiden Partnerkrankenkassen stehen weitere Optionen zur Verfügung. »Sie können über das Gesundheitsterminal die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung direkt an ihre Krankenkasse senden oder ein Lichtbild für ihre Gesundheitskarte anfertigen«, so Amann weiter. Um den Missbrauch mit sensiblen Gesundheitsdaten zu verhindern, funktioniert das komplette System über eine sogenannte VPN-Funkverbindung. »Es ist damit entkoppelt vom herkömmlichen Internet und durch fünf Firewalls geschützt«, erklärte Ludwig Gaßner von der Deutschen Gesellschaft für Infrastruktur und Versorgungsmanagement (DeGIV).

Oberbürgermeisterin Kerstin Körner begrüßte die Investition am hiesigen Klinikstandort. »Sie schließt vor allem die Lücke in Regionen, in denen sich die Krankenkassen personell zurückgezogen haben«, sagte sie und ermunterte weitere Krankenkassen, in das Projekt einzusteigen. Die Handhabung des Systems befand sie für "selbsterklärend".

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Mit Fürstin Lucie und Fürst Pückler

Cottbus. Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler und seiner Frau Lucie, deren Lebensreise sich nicht nur im Schloss, sondern auch im Park widerspiegelt. Dort gestaltetet Fürst Pückler die direkte Umgebung des Schlosses nach englischem Vorbild als Pleasureground, der üppig und prachtvoll ausgestattet war. Wie die Räume im Schloss sollten die einzelnen Sondergärten innerhalb des Pleasureground als »Salons unter freiem Himmel« variieren. Nicht jeder durfte diesen Ort betreten und oft stand man am kleinen Zaun, um einen Blick auf den Besuch des Fürsten zu erhaschen. Was zog preußische Könige und selbst die Königin in diesen »Zauber-Park«? Wo konnte man hier Tennisspielen, das französische Mönche im Mittelalter erfunden haben und im 18. Jahrhundert nur noch dem Adel vorbehalten war? Wieso erinnert Pückler in Branitz an einen preußischen Staatskanzler, obwohl sein Herz sächsisch blieb? Diese Fragen und noch viel mehr erfährt man bei den Erlebnisführungen durch die Grünen Salons von »Schnucke« und »Lou«, wie Pückler und Lucie einander mit Kosenamen nannten. Die einstündigen Führungen finden jeweils um 11:30 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Schlosskasse. Die Parkführung kostet 14 Euro pro Person, inklusive freiem Schlosseintritt. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlt wird um Voranmeldung unter Tel. 0355/ 751 50 oder per E-Mail an service@pueckler-museum.de gebeten.Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler…

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