Carola Pönisch

Von Berlen und Sektperlen

Radebeul. Auf dem Wochenmarkt in der Hauptstraße in Radebeul-Ost begegnen sich ab jetzt ein besonderer Käse aus Dresden sowie Wein und Sekt aus Radebeul. Alles handgemacht

Beides sticht irgendwie ins Auge: Die »Dresdner Berle« und die Weine von »kastler friedland«. Letztere vor allem wegen ihrer Flaschenetiketten, die originell sind und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Die »Berlen« wiederum entpuppen sich als handgemachter Käse, kugelrund, farbenfroh, in vielen Geschmacksrichtungen und einmalig, weil sie ein echtes Dresdner Produkt sind. Und beides gibt es ab sofort jeden Freitag auf dem Wochenmarkt in der Hauptstraße in Radebeul-Ost. »Vorerst bis in den Herbst hinein«, sagt Matthias Gräfe von »Gräfes Wein & Fein«, vor dessen Wein- und Feinkostladen auf der Hauptstraße 19 sich »Berle« und Sektperlen zum »Radebeuler Markt-Frühstück« treffen.

Der »Berle«-Macher aus Dresden

Hinter den »Dresdner Berlen« steht Erfinder Torsten Schlüter. Er führte bis 2016 den 1970 in der Dresdner Neustadt von seinen Eltern gegründeten Tante-Emma-Laden (seit 1989 auf der Rothenburger Straße). Die runden Käsekugeln aus Schafs- oder Kuhmilch stellt er zwar mittlerweile in seiner Käserei in Bischofswerda her, doch das ist eine andere Geschichte. Dort dürfen sie drei Monate reifen, ehe sie – auf viele verschiedene Arten umhüllt, von Pfeffer bis zu Wildblumenmischungen und gefärbt von Roter Beete oder Curry – in seinem Geschäft eintreffen.

Die lange Reifezeit erlaubt es, dass die Käsekugeln über kalte wie warme Gerichte gehobelt werden können – der Gedanke an Trüffel ist ausdrücklich erlaubt. In der Gastronomie, auch bei Sterneköchen, findet das immer größeren Anklang. Warum also nicht bei Radebeuler Marktbesuchern?

Weine aus Radebeuler Lagen

Wo Käse gegessen wird, darf Wein nicht fehlen. Die Radebeuler Winzer Bernd Kastler und Enrico Friedland bieten ab jetzt jeden Freitag ihre Weine vor dem Ladengeschäft »Wein & Fein« an. Die Trauben der beiden reifen in den Steillagen »Goldener Wagen« und »Radebeuler Steinrücken« (Friedland) sowie »Radebeuler Johannisberg« (Kastler). »Ein klassisches Radebeuler Produkt wie unser Wein soll fester Bestandteil des Marktes werden«, sagt Bernd Kastler. Er hat auch schon eine Idee, welche Rebsorte besonders gut zur Dresdner Berle passen könnte. Mit im Angebot wird erstmals nämlich ein Sekt sein, dessen Weißburgunder-Trauben ausschließlich aus der Einzellage Johannisberg stammen – so kommt die Radebeuler Sektperle zur Dresdner Berle.

Weitere Wochenmärkte

*  Radebeul-Ost: freitags 9 bis 15 Uhr, Radebeul-West in Altkötzschenbroda, dienstags 9 bis 15 Uhr

*  Coswig: Wettinplatz dienstags/freitags 8 bis 14 Uhr, Spitzgrund Moritzburger Straße freitags 14 bis 17, samstags 7 bis 11 Uhr

*  Weinböhla: Rathausplatz, donnerstags 7 bis 17 Uhr

*  Dresden: Lingnerallee, freitags 8 bis 16.30 plus weitere neun Märkte

 

 

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