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Erweiterung oder Neubau?

Meißen. Es soll keinen Schnellschuss geben! Meißener Stadträte wollen die beste Art der Erweiterung des Gymnasiums Franziskaneums finden. Deshalb sollen jetzt alle möglichen Varianten auf den Prüfstand.

Das Meißner Gymnasium Franziskaneum platzt bereits jetzt aus allen Nähten. Das ist weder für die Schüler noch für die Lehrer angenehm. Alle Klassenzimmer sind permanent belegt, ein Ausweichen ist kaum möglich. Beim Essen bilden sich lange Schlangen an den Ausgaben, die ein pünktliches Essen in den Pausenzeiten nicht möglich machen. Auch ist die Einteilung der Sportzeiten an mehreren Standorten immer wieder ein organisatorischer Kraftakt für alle. Diese Probleme formulierten die Mitglieder des Jugendstadtrates in ihrer jüngsten Zusammenkunft. Viele von ihnen sind auch Schüler am Meißner Gymnasium.

Kritiker sagen: Viel zu spät, aber immerhin hat dies nun die Stadt eingesehen und nimmt Planungen auf. Denn auch die Prognosen der Schülerzahlen sprechen eine beängstigende Sprache. Eine stabile Sechszügigkeit der Schule kann für die Zukunft sicher angenommen werden. Das ist im derzeitigen Schulgebäude nicht realisierbar. Jetzt sollen verschiedene Varianten zur Lösung dieses Platzproblems untersucht werden. Dafür haben sich die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung nach einem sehr aufschlussreichen Vortrag von Schulleiterin Heike Zimmer ausgesprochen. Dabei ist nicht nur die Nutzung einer Zweigstelle als Franziskaneum II, sondern auch die sinnvolle Erweiterung am bestehenden Ort im Gespräch.

Vor- und Nachteile: Zwei Varianten im Test Die Vor- und Nachteile beider Varianten liegen auf der Hand. Die Einrichtung eines zweiten Gymasniums als Außenstelle würde dazu führen, dass auch das bestehende Franziskaneum „einschrumpft“, weil jede der beiden Schule dreizügig aufgestellt werden müsste. Die Anzahl der Lehrer pro Haus würde sinken und die Lehrer wären erfahrungsgemäß zwischen den beiden Einrichtungen auf Reisen. Das Kursangebot im derzeitigen Haus würde sinken, weil die bestehenden Kursangebote bei weniger Zügen nicht haltbar wäre. Bereits jetzt hänge man der modernen Medien- und PC-Ausstattung hinterher. Mit der Einteilung auf zwei Häuser würde sich da nicht viel ändern, gibt Zimmer zu bedenken. Bei einer Erweiterung am Ort, würde ein großes Gymnasium mit bis zu sechs Klassen pro Jahrgang entstehen. Damit verbunden ergeben sich nach Ansicht der Schulleiterin bessere Möglichkeiten, als bei einer kleineren Schule: optimale Lehrerverteilung vor Ort, viele Kursangebote und Fächerkombinationen, erweitertes Fremdsprachenangebote, anspruchsvolle technische Ausstattung, die optimal ausgelastet wäre.

Trotz aller Anstrengungen und guten Entscheidungen in diesen Monaten, wird Meißen in den kommenden fünf Jahren ein echtes Kapazitätsproblem haben. Solange würde die Planung und Erweiterung der Schule oder die Einrichtung einer Zweigstelle mindestens dauern. Immerhin will man auch künftig keine Meißner Schüler wegschicken müssen. Bereits im kommenden Schuljahr müsse man drei Standorte für den Sportunterricht nutzen, fügt Heike Zimmer an. »Die Dringlichkeit der Sanierung und der Baus einer Turnhalle ist allen bekannt. Wir haben uns immer in Geduld geübt. Ein weiterer Aufschub ist aber weder Schülern noch Lehrern zuzumuten«, so Elternsprecherin Romy Hickethier. Erster Schritt: So soll noch in diesem Jahr der seit 2011 bestehende Schulnetzplan angepasst werden.

Tag der offenen Tür

Für Samstag, 29. September, sind alle interessierten Gäste von 11 bis 15 Uhr zum Tag der offenen Tür in das Gymnasium eingeladen.

Immer gern gesehen sind natürlich auch alle ehemaligen Lehrer und Schüler.

Für Klassentreffen kann ein Zimmer „gebucht“ werden (per Email an sekretariat@franziskaneum.de)

www.franziskaneum.de

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