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Kathedrale St. Jakobus ab Februar geschlossen

Görlitz. Die Kathedrale St. Jakobus in Görlitz schließt ab Februar für knapp zwei Jahre. In dieser Zeit werden die Innenräume der Kirche saniert.

Im Zeitraum von 2013 bis 2015 fand die Außensanierung der Kathedrale St. Jakobus in Görlitz statt, jetzt sind also die Innenräume dran. „Die letzte Innensanierung fand Anfang der 80er Jahre statt“, sagt Generalvikar Alfred Hoffmann. Bereits bei den ersten Planungen für die Außensanierung, die 2004 begannen, war auch die Erneuerung der Innenräume in Auge gefasst worden. Ein erstes konkretes Treffen dazu habe es dann 2015 in der Kathedrale gegeben.

Beginnen werden die Arbeiten am 10. Februar 2020. Bis Ende 2021 bleibt die Kathedrale geschlossen. „Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Beseitigung von noch bestehenden Kriegsschäden und der Reinigung der Raumhülle“, sagt Ordinariatsrat Thomas Backhaus (Leiter Bauabteilung). Auch die originalen Wandekorationen, die in den 50er Jahren vermutlich aus Geldgründen weiß übermalt wurden, sollen wiederhergestellt werden. Der Hochaltar wird ebenfalls restauriert und erhält vier Engelfiguren zurück. Die waren in den 50ern abgenommen worden, weil die Befestigungen durchgerostet waren. Jetzt werden sie neu verankert. Zwei historische Beichtstühle werden ebenfalls restauriert, außerdem entsteht ein neuer, barrierefreier Beichtrum.  Beleuchtung und Elektrik werden erneuert und die Kathedrale erhält eine moderne Beschallungsanlage. Im Turm der Kathedrale wir es einen Raum geben, in dem die alten Kriegsschäden erhalten bleiben. „Dieses geschichtliche Gedächtnis war uns wichtig“, sagt Thomas Backhaus.

Es sind nur einige der Arbeiten, die im Rahmen der Sanierung durchgeführt werden. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Anders als bei der Außensanierung, bei der der Freistaat einen Großteil der Kosten trug, wird es für die Innensanierung keine Fördermittel geben. Die veranschlagten 3,7 Millionen Euro trägt da Bistum größtenteils selbst. Die Eigenmittel des Eigentümers, der Pfarrei Heiliger Wenzel, sind auf 100.000 Euro gedeckelt.

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