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Zimmis Einwurf – Wenn man sich auseinander lebt

Dresden. Schon mal in Südtirol gewesen? Dort, wo sich die Mannschaft den letzten Schliff für die Weltmeisterschaft holte. Nationalmannschaft zählt ja nicht mehr. Ist so ähnlich wie früher in tiefen Zeiten der DDR. Da wurde auch von Jahresendfiguren gefaselt statt von Weihnachtsengeln.

Wenn sie mal in einen Supermarkt gehen und dort das Thema auf Deutschlands Superhelden lenken, sind die Einheimischen gar nicht amüsiert. Nur Einschränkungen. Autogramme oder sich einfach nur sehen lassen in der Südtiroler Traumwelt – Fehlanzeige! Wer erst mal fertig ist zum Abheben, wird mit der Bauchlandung schwer umgehen.

Trotzig verkündet Manager Oliver Bierhoff, dass es nun mal gut sei mit dem ständigen Aufwärmen der unsäglichen Geschichte von Gündogan und Özil. Eine böse Story, die die Anhänger bewegt. Gnadenlose Pfiffe, immer wenn Gündogan am Ball ist. Schließlich spielen seine Teammitarbeiter ihn gar nicht mehr an. Özil verdrückt sich gleich gänzlich von der Bildfläche.

Die Inszenierung mit den beiden dank eines netten Kaffeetrinkens mit dem Bundespräsidenten ist gründlich daneben gegangen. Auch wenn der Bundestrainer für alle sichtbar Beifall klatscht bei der Einwechslung, die Menschen in Leverkusen macht das nicht an. DFL Präsident Rauball hat es erkannt, wirft dem DFB Fehler vor. Fehlt nur noch, dass das Publikum endlich neu erzogen werden soll. Dank eines Kaffeetrinkens?

Ihr Gert Zimmermann

Die Video-Kolumne "Zimmis Grätsche" von und mit Gert Zimmermann gibt's >>HIER<<

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»Schalt mal ab!« Sieger

Meißen. In diesen Tagen wurden wieder die jählichen Sieger der Aktion »Schalt mal ab!« prämiert. Schüler haben dabei die Aufgabe, sich im Umweltschutz und beim sparsamen Umgang mit Ressourcen zu messen. Gemeinsam mit den Meißner Stadtwerken hatte die Stadt im vergangenen Schuljahr zum Energiesparwettbewerb aufgerufen. Die Sieger Den größten Sparerfolg beim »Strom« erzielten dabei die Schüler der Questenberg-Grundschule + 4. Grundschule. Sie bekamen ein Preisgeld von 1.500 Euro. Der 2. Preis mit 750 Euro ging an die Förderschule »L« und der 3. Preis mit 250 Euro an die Freie WerkschuleAuch in der Kategorie »Wärme« sicherte sich die Questenbergschule + 4. Grundschule den 1. Preis und damit 1.500 Euro. Der 2. Preis mit 750 Euro geht ebenfalls an die Förderschule »L« und der 3. Preis mit 250 Euro an die Triebischtal-Oberschule. Auch im kommenden Schuljahr findet der Energiesparwettbewerb wieder statt. Um die Ergebnisse dann noch besser vergleichen zu können, werden in Zusammenarbeit mit den Meißener Stadtwerken und der Stadt Meißen die Kriterien derzeit überarbeitet. Dafür erfassen die Hausmeister in den einzelnen Einrichtungen monatlich die Daten von Strom und Wärme. Alle Schülerinnen und Schüler sind deshalb aufgerufen, fleißig weiter Energie zu sparen, um Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.In diesen Tagen wurden wieder die jählichen Sieger der Aktion »Schalt mal ab!« prämiert. Schüler haben dabei die Aufgabe, sich im Umweltschutz und beim sparsamen Umgang mit Ressourcen zu messen. Gemeinsam mit den Meißner Stadtwerken hatte die Stadt…

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Paddeln, Kahnfahrten, Stadtrundgänge

Lübbenau/Spreewald. Der Spreewald hat in Zeiten von Corona einige nicht zu unterschätzende Vorzüge für Urlauber und Ausflugsgäste: Draußen an der frischen Luft ist man gerade im Winter, wenn sich vieles drinnen abspielt, am besten vor einer Infektion geschützt. Deswegen liegt das Hauptaugenmerk der Lübbenauer Touristiker in diesem Jahr noch mehr als ohnehin darauf, den Gästen so viele Spreewalderlebnisse wie möglich draußen in der freien Natur zu bieten. Das führt zu einem kleinen Novum. Denn das Traditionsgasthaus Wotschofska wird zum ersten Mal seit seinem Bestehen auch im Winter für den Kahnbetrieb offen sein. »Ich als Spreewälder habe mir immer schon gewünscht, dass hier durchgängig im Winter die Gelegenheit für einen Ausflug besteht. Das war zwar – wie alte Spreewälder berichten – schon früher zuweilen der Fall, blieb aber auch damals eine Ausnahme, vor allem wenn die Spree zugefrorenen war. Jetzt wird das 1894 eröffnete Gasthaus erstmals auch im Winter für den regelmäßigen Kahnverkehr offen stehen«, sagt Daniel Schmidgunst vom Spreewald-Touristinformation Lübbenau e.V.. Geöffnet hat das Gasthaus von November bis März immer von Samstag bis Dienstag von 10 bis 15 Uhr, lediglich im Januar wird wegen Umbauarbeiten geschlossen. Damit sowohl Urlauber als auch Einheimische den Weg auf die kleine Erleninsel ganz spreewaldtypisch erleben können, besteht die Möglichkeit, das eingerichtete Kahn- Shuttle zu nutzen, das jeweils von 11 Uhr in Lübbenau am »Hafen am Holzgraben« sowie 11.30 Uhr und 12.30 Uhr in Lehde am Gasthaus »Zum Fröhlichen Hecht« startet und 13.30 Uhr bzw. 14.30 Uhr die Gäste wieder mit zurücknimmt. »Alternativ dazu kann natürlich auch der Wanderweg nach Wotschofska genutzt oder auf eigene Faust mit dem Paddelboot die Tour dorthin unternommen werden – der Bootsverleih Richter wird auch in diesem Jahr wieder das Winterpaddeln möglich machen. Wer hingegen eine klassische Rundfahrt durch den Spreewald erleben möchte, wird am Großen Hafen bei den täglich um 11 Uhr und 13 Uhr angebotenen Winterkahnfahrten seine Freude haben. Und ganz neu in diesem Winter im Angebot ist – immer mittwochs von November bis März – die Romantische Winterkahnfahrt für Zwei am Kleinen Hafen ›Am Spreeschlösschen‹«, so Daniel Schmidgunst. Auch in Sachen Stadtrundgängen bietet der Lübbenauer Tourismusverein ausgewählte Termine während des Winters an. »Darunter sind natürlich unsere Klassiker: die Winterliche Stadtführung, die Spreewaldkrimi-Tour sowie der Winterliche Sagenspaziergang. Auf den Spuren des Landschaftsgärtners Freschke führt Peter Lehmann zudem seine Gäste unter dem Motto ›Im Wandel der Zeit – eine winterliche Parkführung‹ durch den historischen Schlosspark von 1820«, ergänzt Daniel Schmidgunst. Wem nach so vielen Aktivitäten in der freien Natur nach etwas Erholung und Wellness ist, der findet in Lübbenau im Spreewelten Bad, der Salzgrotte sowie der Kosmetik- und Wellnessstube Blota Spa ebenfalls den ganzen Winter hindurch ein passendes Angebot.Der Spreewald hat in Zeiten von Corona einige nicht zu unterschätzende Vorzüge für Urlauber und Ausflugsgäste: Draußen an der frischen Luft ist man gerade im Winter, wenn sich vieles drinnen abspielt, am besten vor einer Infektion geschützt. Deswegen…

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Nie wieder darüber schweigen

Hoyerswerda. Marie Stephan war ein fröhliches Kind, das 1906 im schlesischen Bad Kudowa geboren wurde. 20 Jahre später zog es die junge Frau nach Dresden. Sie erwartete ihr erstes Kind und heiratete. Maries Eltern lehnten die Beziehung vehement ab und verstießen ihre Tochter, weil sie der Meinung waren, dass sie eine Ketzerin sei, weil sie einem Protestanten ihre Liebe schenkte. Für die junge Ehefrau begann eine sehr harte Zeit. Es war der Anfang von ihrem Ende. Die schwierigen Lebenssituationen hinterließen ihre Spuren. Marie Stephan litt zunehmend an Angststörungen. Wegen vermeintlicher Schizophrenie folgte sie dem ärztlichen Rat sich sterilisieren zu lassen. Als sich keine Besserung ihres psychischen Gesundheitszustandes einstellte, wurde sie in einer geschlossenen Anstalt mit Reizströmen behandelt und später einer Cardiazol-Krampfbehandlung unterzogen, bei der bewusst epileptische Anfälle mit heftigen Nebenwirkungen ausgelöst werden. Dass sie in ihrer Beziehung von Anfang an keine Unterstützung und keinen Beistand von ihrer Familie und ihrem kühlen und rauen Ehemann erhielt, interessierte die Ärzte bei der Diagnostik nicht. Am 27. November 1940 wurde Marie Stephan in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein »verlegt«, in der sie noch am selben Tag in der Gaskammer ermordet wurde. Ihre Familie erhielt den Bescheid, dass sie an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung gestorben sei. Die Akte wurde gefälscht und kam unter Verschluss. Marie Stephan wurde Opfer der nationalsozialistischen Krankenmord-»Organisation T4«. Eine getarnte Organisation, die in der NS-Zeit Euthanasie-Morde im Auftrag der Kanzlei des Führers Adolf Hitler durchführte. Systematisch wurden unter diesem Deckmantel mehr als 70.000 Menschen mit psychiatrischen Krankheiten und Menschen mit Behinderungen ermordet. Davon fielen mehr als 2.500 Menschen aus Schlesien zwischen 1940 und 1945 den nationalsozialistischen Krankenmorden zum Opfer, weil sie als lebensunwert galten. Allein in der Gaskammer der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein starben mehr als 1.500 schlesische Menschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben die »stummen« Verbrechen für viele Jahrzehnte weitgehend vergessen. Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein hat sich vor 20 Jahren gegründet und möchte durch Recherchearbeit, Expositionen, Präsentationen und Öffentlichkeitsarbeit das Schweigen durchbrechen. »Wir möchten vor allem der jüngeren Generation die Dimensionen dieser an der Menschlichkeit vollzogenen Verbrechen verdeutlichen und aufzeigen«, erklärte Gedenkstättenleiter Dr. Boris Böhm. Auf 21 Tafeln werden die Biografien von Marie Stephan und anderen Opfern in deutscher und polnischer Sprache vorgestellt. Es sind Worte und Bilder der Mahnung, des Erinnerns und des Gedenkens. Die Exposition ist bis zum 15. November im Schloss Hoyerswerda zu sehen.Marie Stephan war ein fröhliches Kind, das 1906 im schlesischen Bad Kudowa geboren wurde. 20 Jahre später zog es die junge Frau nach Dresden. Sie erwartete ihr erstes Kind und heiratete. Maries Eltern lehnten die Beziehung vehement ab und verstießen…

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