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Zimmis Einwurf – Technik, die uns alle beherrscht

Dresden. Entschuldigung, vor was haben wir eigentlich Angst? Vor der Wettervorhersage, vor dem Videobeweis, vor einer Technik, die wir nur selten beherrschen, vor vielen Menschen, denen wir begegnen? Runterfahren. Reset-Taste drücken, mal nachdenken, vielleicht nur in das Flackern eines Kerzenlichts schauen. Wäre möglich, aber vielleicht doch nicht zeitgemäß?

Was passierte in der Dresdner Ballsporthalle? Die Anzeigetafeln fallen aus. Damit beginnt ein regelrechtes Drama. Das Kampfgericht, die beiden Schiedsrichter, beide Mannschaften sind so was von hilflos. Erst 11 Minuten, dann fünf Minuten Unterbrechung. Ja Freunde, die russischen Rechenmaschinen aus den Sechzigern sind out. Da hätte man die Tore mit Hilfe von kleinen Kugeln sich zumindest merken können. Wie wäre es denn mit einem Blatt Papier und einem Kugelschreiber gewesen? Ein Strich gleich ein Tor. Und die Zeit mit der Hand gestoppt. Noch brannte ja Licht und warm war es auch. Ironie aus. Die heutige Zeit ist aber auch so etwas von schwer.

Die Niederlage gegen das Schlusslicht Konstanz auf das Versagen der Technik schieben, hat dann aber keiner so richtig gemacht. Die gesamte Mannschaft des HC Elbflorenz stand später vor dem Tresen im VIP-Raum und musste die Analyse ihres Trainer Christian Pöhler über sich ergehen lassen. Ein Blick in die aschfahlen Gesichter der Spieler sprach Bände. Licht aus, Spot an!

Ihr Gert Zimmermann

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